Goger sucht seit 1993 das große Abenteuer. In seinem Buch lässt er den Leser daran teilhaben

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Pfade im Norden
01/08/2017

Ein Leben für die großen Abenteuer

Hans Goger erzählt in neuem Buch von seinen Erlebnissen im Norden von Alaska und Lappland.

von Roland Pittner

Es ist die Wildnis: Die hat es Hans Goger angetan. Der Südburgenländer wohnt in Wolfau und "lebt für das Abenteuer", wie er sagt. Die Abenteuer gibt es noch, man dürfe sie sich nur nicht verderben lassen. "Ich gehöre nicht zu denen, die mit einem Satellitentelefon im Wald herumlaufen", sagt Goger. 1993 als er das erste Mal in Alaska unterwegs war, hätte es so etwas sowieso noch nicht gegeben. Mit einem 50 Kilo Rucksack ist er aufgebrochen, durch den Busch galt es eine Strecke die der von Oberwart nach Wien entspricht zu bewältigen. "Ich hätte jeden Tag sterben können, es war Frühjahr und überall war nur Sumpf und Hochwasser wegen der Schneeschmelze", erinnert sich Goger. Mittlerweile war er schon sieben Mal in Alaska. Er lässt sich mit einem Buschflugzeug meist in der Brooks Range absetzen, im Gepäck sein Kanu, die Angelrute, Säge und Proviant. "Dann paddel ich jeden Tag 50 bis 70 Kilometer", sagt Goger. Fünf Wochen sei er oft unterwegs, "da bin ich Alleinversorger, Alleinunterhalter und in einer Gegend unterwegs die 18 Mal so groß wie Österreich ist".

Wilde Tiere

Wölfe und Bären queren den Weg und Goger lebt wie ein Ureinwohner. "Ich genieße das einfache Leben. Jeder Tag ist eine Herausforderung", sagt er. Entscheidungen seien beim Paddeln am Yukon anders zu treffen, als in der Salzach. "Kentert man in Salzburg ist das kein Problem, in Alaska hat man den Scherm’ auf", weiß Goger, Hilfe ist oft Hunderte kilometerweit entfernt.

In seinem Buch "Pfade im Norden" hat er nicht nur die Erlebnisse aus Alaska verarbeitet, auch die Reisen nach Lappland werden beschrieben. "Das ist Klein-Alaska, aber für unsere Verhältnisse immer noch groß und sehr dünn besiedelt", sagt Goger.

"Pfade im Norden" beschreibt seine Reisen in diese beiden Länder. "Es zeigt was man im Norden erleben kann", sagt Goger. Illustriert ist es mit zahlreichen Bildern, aus allen vier Jahreszeiten, in denen er unterwegs war.

Neben seinen Reisen in die Wildnis per Kanu oder zu Fuß, zieht es den Südburgenländer auch auf die höchsten Berge der Erde. 2005 bestieg er den Mount Everest. Von den höchsten Gipfeln der sieben Kontinente, fehlt ihm nur noch die Antarktis. Das Bergsteigen und das Paddeln haben es ihm angetan.

"Es ist wirklich meine Leidenschaft, ich hoffe dass ich das noch lange machen kann", sagt der 51-Jährige. Die nächsten Reisen sind schon geplant, auch an einem neuen Buch arbeitet er schon. "Es wird über Grönland sein", verrät der Abenteurer.

www.hansgoger.com

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