Kriminalist Norbert Janitsch behandelt in seinem „Kiebarett“ Kern- und Randthemen seines Berufes

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Kabarett
03/04/2016

Ein "Kiebara" mit Humor

Norbert Janitsch hat Superstar Joe Cocker verhaftet: Mit Schmäh gibt der Kriminalist Geschichten rund um seinen Job zum Besten.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Schon von klein auf wusste es Norbert Janitsch: Er wollte die Leute zum Lachen bringen. "Gelernt" hat er den Job eines Kriminalisten. Zum Lachen ist ihm weiterhin. Und auch sein Schmäh ist ihm durch seine Arbeit nicht verloren gegangen. Im Gegenteil. "Mein Beruf bietet per se eine Fülle an Kabarettthemen."

Auslöser für den Entschluss, sein "Kiebarett" auch coram publico zum Besten zu geben, war eine "extrem lustige Festnahme des mittlerweile verstorbenen Rocksängers Joe Cocker". Der Sänger hatte 1984 ein Konzert in der Wiener Stadthalle sausen lassen. Sein Manager hatte aber bereits die Eintrittsgelder kassiert. Der Lackenbacher Kriminalbeamte Janitsch musste den amerikanischen Superstar wegen schweren Betruges verhaften, Cocker verbrachte eine Nacht im Gefängnis. Im Buch "Polizisten weinen nicht" hat er dieses Erlebnis auch niedergeschrieben.

Vier Jahrzehnte

Doch es ist bei Weitem nicht die einzige Anekdote, die Janitsch während seiner fast vier Jahrzehnte dauernden, länderübergreifenden Berufserfahrung im Gedächtnis geblieben ist. Seine Ideenquelle ist nicht zum Versiegen zu bringen. Aufgegriffen werden vom Herrn Oberstleutnant sämtliche Themen – von Einbrüchen über die Vernehmungslehre bis hin zur Rotlichtszene. "Der Stoff ist unerschöpflich."

Ausgerüstet mit Gitarre, Akkordeon und mit teilweise skurriler Requisite, dargeboten mit Witz, Lustigkeit, Authentizität und (Selbst-)Ironie, "ermittelt" Janitsch einen Abend lang mit Leidenschaft innerhalb zahlreicher kriminalpolizeilicher Kern- und Randthemen. "Meine Intention ist es, das Publikum abzuholen und mit auf die kriminalistische Arbeit zu nehmen", beschreibt der 58-Jährige. Das tut er solange, bis er die ultimative Schlussfrage über die Kriminalität stellt.

Die Sorge, dass sich jemand in einem der humorvoll aufbereiteten Fälle wiedererkennen könnte, müsse sich niemand machen", versichert Janitsch. Er selbst ist Autodidakt, was seine literarischen und musikalischen Werke betrifft. Morgen, Samstag, steht Janitsch mit seinem "Kiebarett" im Deutschkreutzer Vinatrium auf der Bühne, weitere Auftritte gibt es in Wien und im Burgenland. demnächst.www.inskabarett.com

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