Chronik | Burgenland
14.08.2017

Ein Fußballfan als Krimiautor

"Zero Tolerance" heißt das erste Buch des Eisenstädters Thomas Fischak.

Ein Anschlag auf das Fußballstadion Camp Nou in Barcelona. Fußballjournalist Paul hat überlebt und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, wer hinter dem Attentat steckt. So lässt sich die Handlung von Thomas Fischaks erstem Buch "Zero Tolerance" in wenigen Worten beschreiben. Der 34-jährige Eisenstädter hat in seinem Berufsalltag als Finanzmanager eigentlich hauptsächlich mit Zahlen zu tun. Seiner Kreativität und vor allem Fantasie sich einen Roman auszudenken, tut dies keinen Abbruch.

Mit Literatur habe er sich schon lange beschäftigt. Der Wunsch zu schreiben, ist laut dem Jungautor stetig gewachsen. "In meiner Lehre als Buchhändler habe ich die Literatur entdeckt", sagt er. Schon bald habe es ihn interessiert, selbst Zeilen zu verfassen, denn "so kann ich mich am besten ausdrücken".

Lebenserfahrung

Insgesamt zwölf Jahre war er im Buchhandel tätig. Schließlich kehrte er der Literatur den Rücken, um im Finanzbereich tätig zu werden. "Ich wollte nicht ewig im Verkauf bleiben und fühlte mich mit 28 Jahren noch jung genug, um etwas Neues zu beginnen", sagt Fischak.

Dass aus dem gelegentlichen Schreiben einmal ein eigener Roman werden wird, hat der Eisenstädter anfangs nicht für möglich gehalten. "Es war nicht wirklich ein Kindheitstraum ein Buch zu schreiben, vielmehr habe ich es mir mit der Zeit einfach zugetraut. Mittlerweile denke ich, dass man ein gewisses Alter bzw. eine gewisse Lebenserfahrung braucht, um ein gutes Buch zu schreiben", sagt der Eisenstädter.

Neben dem Schreiben ist Fußball ein großes Hobby von Fischak. "Ich habe bis zum 15. Lebensjahr beim SV Mattersburg gespielt, später wieder bei kleineren Vereinen und hobbymäßig bis vor wenigen Jahren. Mittlerweile habe ich die Schuhe an den Nagel gehängt, aber ich habe nie aufgehört, Fan zu sein." So sieht er sich jedes Jahr nicht nur Spiele in Österreich an, sondern bereist ganz Europa, um die Topstars in den großen Stadien zu sehen.

Parallelen zur Realität

Auf die Idee das Thema Fußball mit Terror zu verbinden, kam Fischak bereits vor dem Anschlag auf das Stadion in Paris. Es sei ihm wichtig gewesen, kein reines Fußballbuch hervorzubringen, sondern Hochspannung und Situationen aus dem Leben mit hineinzubringen. "Als ich damit begonnen habe das Buch zu schreiben, war die Terrorgefahr im Fußball noch nicht präsent. Mittlerweile ist der Terror auch hier näher rangerückt."

Dabei gibt es so manche Parallelen zum echten Leben. "Viele meiner Leser sagen, dass man mich im Buch wiederfindet, wenn man mich gut kennt. Jedoch entwickelte beim Schreibprozess jede Figur irgendwann ein Eigenleben."

Das Buch ist als E-Book und Taschenbuch ausschließlich über www.amazon.at erhältlich.