© WiBUG/Anton Prock

Chronik Burgenland
04/05/2019

Ein Fördereuro löst sechs Euro an Privat-Kapital aus

Landesrat Petschnig und WiBUG-Chef Zagiczek präsentierten den Wirtschaftsbericht

von Thomas Orovits

In geförderten Projekten wurden 193,6 Millionen Euro investiert, ein Plus von 85 Prozent. Es müsse „niemandem bange werden“, sagte Alexander Petschnig am Donnerstag im Eisenstädter Landhaus, „der burgenländischen Wirtschaft geht es sehr, sehr gut“. Auslöser dieser Hochstimmung ist der Wirtschaftsbericht 2018, den der FPÖ-Landesrat für Wirtschaft und Tourismus gemeinsam mit Wirtschaft-Burgenland-Geschäftsführer Harald Zagiczek präsentierte.

Das Investitionsvolumen der genehmigten 551 Förderanträge ist um 85 Prozent auf 193,6 Millionen Euro gestiegen, verwies Petschnig auf einen „einsamen Rekord“ – wobei schon das Jahr 2017 kein schlechtes gewesen sei.

Versechsfachung

Bei einer Fördersumme von 30,3 Millionen Euro habe jeder Fördereuro sechs Euro an „privatem Kapital“ ausgelöst, rechnete der Ressortchef vor. Dieser Investitionsboom habe auch auf dem Arbeitsmarkt seinen Niederschlag gefunden: Die Zahl der Beschäftigten erreichte mit einem Jahresdurchschnitt von rund 104.600 ebenfalls einen Rekordwert, zugleich sei die Arbeitslosigkeit auf 7,7 Prozent gesunken. Petschnig: „Damit sind wir im Österreich-Vergleich ziemlich gut unterwegs“.

WiBUG-Chef Zagiczek, dessen Landesgesellschaft nicht nur die Wirtschaftsförderung abwickelt, sondern auch für Betriebsansiedelungen zuständig ist, nannte zwei große Fische: XXX-Lutz errichtet in Zurndorf ein Europa-Zentrallager um 70 Millionen Euro und kehrt damit wieder aus der Slowakei nach Österreich zurück. Und bei Pinkafeld wird sich ein Salzburger Produzent von Aluminium-Profilen für Fenster ansiedeln und 25 Millionen Euro aufwenden.

Wie geht es heuer weiter? Petschnig bleibt zuversichtlich, obwohl sich die Konjunktur international eintrübe und in Österreich nur noch 1,7 Prozent Wachstum erwartet werden. Die Beschäftigung soll weiter um 1400 Personen zulegen und die Arbeitslosigkeit auf 7,4 Prozent zurückgehen.

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