Sir András Schiff, ein Künstler der ersten Stunde des Festes

 

© REX

Lockenhaus
12/09/2019

Kammermusik-Festival: Das wird 2020 in Lockenhaus geboten

Beethoven und mehr: Kammermusik-Festival präsentiert im kommenden Jahr Musik aus vier Jahrhunderten.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Es ist knapp 40 Jahre her, dass in der kleinen Gemeinde Lockenhaus der Geistliche Josef Herowitsch, der klassische Musik liebte, kleine Konzerte im Pfarrhaus organisierte. Als der lettische Geiger Gideon Kremer dort auftrat, war es geschehen: Die Idee für ein Kammermusikfest war geboren. Kremer fand Gefallen an der mittelburgenländischen Idylle. 1981 ging erstmals das Festival über die Bühne. Die renommiertesten Musiker aus aller Welt geben sich seither die Klinke in die Hand.

Das Festival in dem 2.000-Seelen-Dorf hat sich längst in aller Welt einen Namen gemacht. Gideon Kremer hat die künstlerische Leitung bereits übergeben, 2012 hat der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt das Ruder übernommen. Auch wenn es noch ein bisschen dauert, so gibt es jetzt schon eine Vorgeschmack auf den Musikgenuss, der die Besuchern 2020 erwartet.

27 hochkarätige Künstler

Unter dem Leitmotiv „..Inniger…“ präsentiert Altstaedt von 2. bis 11. Juli in Ritterburg und Pfarrkirche 27 hochkarätige Veranstaltungen gemeinsam mit etlichen seiner international gefeierten Künstlerfreunde. Mit Sir András Schiff kehrt quasi ein Pianist der ersten Stunde nach Lockenhaus zurück. Fazil Say, Denis Kozhukhin oder Alexander Lonquich werden gemeinsam mit Vilde Frang, Julian Rachlin, Nicolas Altstaedt und vielen anderen Kammermusik bieten.

Bassbariton Hanno Müller-Brachmann wird ein Liedprogramm zum Jahresmotto zum Besten geben. Etablierte Ensembles wie das Grammy-prämierte „Gambenkonsort Phantasm“ oder der Wiener Kammerchor werden ebenso zu hören sein wie die international viel beachteten Ensembles der jüngeren Generation – darunter Armida Quartett, Notos Quartett und Trio Gaspard.

Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 gefeiert wird, steht als Jahresregent im Zentrum. Das wiederum erklärt wohl auch das Leitmotiv „....Inniger...“. Johann Wolfgang von Goethe nämlich schrieb über seine Begegnung mit Beethoven im Jahr 1812 folgendes: „Zusammengeraffter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen. Ich begreife recht gut, wie der gegen die Welt wunderlich stehen muss.“

Abseits des Mainstreams

Der Bogen der gebotenen musikalischen Darbietungen wird – wie für Lockenhaus typisch – vier Jahrhunderte umfassen. Abseits des Mainstreams, so heißt es in der Vorschau, werde „Bekanntes und Überraschendes in immer neuen Zusammensetzungen auf Spitzenniveau“ zur Aufführung kommen.

Am Programm stehen auch Masterclasses mit Eberhard Feltz, Vorträge, Diskussionsrunden sowie das Kammermusik.LAB für Jugendliche, die das Leitmotiv „..Inniger…“ aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchten.

Und erstmals werden am Vormittag des Eröffnungstages, am 2. Juli, die Schüler der Region zum „Konzert zum Schulschluss“ auf die Burg eingeladen. Der Vorverkauf hat übrigens begonnen.

www.kammermusikfest.at

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