Dieses Haus in Markt St. Martin war Schauplatz des nächtlichen Überfalls

© /Thomas Orovits

Markt St. Martin
09/30/2014

Ehepaar (62) wurde im eigenen Haus überfallen

1000 € Beute, die Täter sind flüchtig.

von Thomas Orovits

Ich bin geschockt", ist alles, was Rudolf U. am Tag nach der wohl schlimmsten Nacht, die er und seine Ehefrau erleben mussten, sagen kann. Das Ehepaar war in der Nacht auf Montag in seinem Haus am Ortsrand von Markt St. Martin im Mittelburgenland überfallen worden.

Der 62-jährige Hausherr war gegen 4.50 Uhr aufgestanden, um aufs WC zu gehen, als er im Vorraum des Einfamilienhauses plötzlich zwei Männern gegenüberstand. Die maskierten und mit Kapuzenpullover bekleideten Eindringlinge von sportlicher Statur waren vermutlich durch ein Kellerfenster ins Haus gelangt und nutzten das Überraschungsmoment, um den völlig perplexen Hauseigentümer zu überwältigen. Der 62-jährige FCG-ÖAAB-Betriebsrat beim Umweltdienst Burgenland (UDB) wurde zu Boden gedrückt und an Händen und Füßen mit Kabelbinder gefesselt. Einer der beiden Männer stürmte ins Schlafzimmer und fesselte auch U.‘s gleichaltrige Ehefrau Maria.

Geld & Gold

Die Kriminellen sprachen Englisch, vermutlich mit osteuropäischem Akzent, und forderten "Money and gold". Den Beteuerungen des Mittelburgenländers, dass kein Geld im Haus sei, schenkten sie keinen Glauben. Die Täter durchwühlten alle Räume im Erdgeschoß und fanden Bargeld in der Höhe von rund 1000 Euro. Eine Uhr ließen sie aber links liegen. Die beiden Kapuzenmänner sperrten das gefesselte Ehepaar im Schlafzimmer ein, danach suchten sie das Weite. Von ihnen fehlt derzeit jede Spur.

Dem Hausherrn gelang es mit Hilfe eines Feuerzeugs, die Kabelbinder zu lösen. Über die Terrassentür gelangte er ins Freie und läutete seinen Nachbarn aus dem Schlaf: "Es war ungefähr gegen 5.15 Uhr", erinnert sich der junge Nachbar. Der Überfallene borgte sich das Handy des Nachbarn und alarmierte die Polizei – das Mobiltelefon von U. hatten die Räuber versteckt.

Das Ehepaar hatte beim nächtlichen Überfall Kratzer und Schürfwunden erlitten, die medizinisch versorgt werden mussten – und einen schweren Schock.

Unüblich

In der 1160-Einwohner-Gemeinde ist der Überfall am Montag natürlich das Gesprächsthema. In den vergangenen Jahren seien kaum Einbrüche vorgekommen, weiß ÖVP-Vizebürgermeister Martin Schütz, geschweige denn ein Überfall.

Und auch bei der Polizei ist man verwundert. Es sei sehr ungewöhnlich, dass die Täter offenbar bewusst in Kauf genommen haben, auf die Bewohner zu treffen – statt auszukundschaften, wann ein Haus leer steht und dann zuzuschlagen.

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