LH Niessl und Discobus-Obmann Illedits mit KURIER-Praktikant Jonathan Dorner und den beiden Bus-Managern Krammer (Südburg) und Blaguss

© /Thomas Orovits

Verkehrssicherheit
10/29/2014

Discobus fährt unter Flagge von Blaguss und Südburg

ÖBB/Postbus ziehen sich im 20. Jahr der Discobus-Fahrten zurück / im Süden noch viele weiße Flecken

von Thomas Orovits

Seit 20 Jahren bringen Discobusse junge Nachtschwärmer sicher durchs Wochenende, 2,2 Millionen Fahrgäste wurden seit 1994 befördert: „Ohne Unfälle“, bemerkte Discobus-Vereinsobmann Christian Illedits. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember fährt der Discobus mit neuen Buspartnern.

Blaguss versorgt die Bezirke Neusiedl/See bis Oberpullendorf, Südburg die drei südlichen Bezirke Oberwart bis Jennersdorf. Die bisherigen Betreiber ÖBB/Postbus wollen sich aufs Kerngeschäft konzentrieren und Südburg und Blaguss waren schon bisher als Sub-Firmen an Bord. Der Fahrpreis für die jugendlichen Fahrgäste bleibt mit zwei Euro für Hin- und Rückfahrt unverändert. Am Mittwoch wurde der Vertrag von Illedits, den beiden Bus-Managern Heinz-Peter Krammer und Paul Blaguss sowie von LH Hans Niessl in Eisenstadt unterzeichnet. Das Land unterstützt den Verein nicht nur mit Projektförderungen, Niessl hat in den 1990-er Jahren als Bürgermeister von Frauenkirchen auch mitgeholfen, dass der Discobus allererst auf Touren gekommen ist.

15 Linien in allen Bezirken des Landes werden derzeit geführt, Blaguss wird künftig 94 Gemeinden anfahren, Südburg 14. Während der Landesnorden schon gut versorgt sei, sind sich Illedits und Südburg-Direktor Krammer einig, dass es im Landessüden „noch Luft nach oben“ gibt. Unter den weißen Flecken auf der Discobus-Landkarte befindet sich etwa auch der Bezirksvorort Güssing.

Finanziert wird der Wochenendbus zu rund 80 Prozent von den teilnehmenden Gemeinden. Sie zahlen zwischen 1,50 und zwei Euro pro Einwohner und Jahr, in Summe sind das rund 517.000 Euro. 102.000 Euro bekommen sie jedoch über den Finanzausgleich wieder zurück, betonte Obmann Illedits. Der Rest wird im wesentlichen über Ticketpreise der Fahrgäste und Zuschüsse des Landes aufgebracht.
Im kommenden Jahr ist ein Relaunch der Discobus-Homepage geplant und die Fahrpläne sollen adaptiert werden.
Jonathan Dorner / Th. Orovits

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