Direktvermarktung als Chance für Bauern

Die Landwirte verkaufen ihre Produkte direkt und sind damit erfolgreich © Bild: LK Burgenland

Produkte werden bereits über rund 20 Bauernläden und 14 -märkte angeboten.

Qualität statt Quantität lautet die Devise der bäuerlichen Direktvermarkter im Burgenland. Am Dienstag stellten sieben Produzenten aus dem Südburgenland ihre Produkte im "Stremtaler Schmankerleck" in Güssing vor. Genau in der Direktvermarktung sehen Agrarlandesrätin Verena Dunst und Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger eine große Chance für die heimischen Bauern, am Markt zu bestehen.

"Zudem gewährleisten die bäuerlichen Direktvermarkter auch in vielen Dörfern eine gute Nahversorgung", erklärt Landesrätin Dunst. Rund 20 Bauernläden gibt es im Burgenland, dazu kommen noch 14 Bauernmärkte auf denen Direktvermarkter ihre Waren anbieten. Vier Bauernkastl, bei denen in Geschäften landwirtschaftliche Produkte verkauft werden, gibt es ebenfalls. Nun wurde auch eine neue Broschüre mit den Direktvermarktern herausgebracht. "So vielfältig wie die Landwirtschaft im Burgenland ist, so umfangreich ist auch das Angebot an bäuerlichen Spezialitäten, die von unseren Direktvermarktungsbetrieben erzeugt werden", sagt Hautzinger.

Einzigartig

Franz Guttmann aus Inzenhof bei Güssing etwa bietet Brot und Gebäck an. Astrid Schranz aus Oberschützen, Bezirk Oberwart, hat Öle aus eigener Pressung, Vollkornmehle, Alternativmehle, Sirupe, Fruchtaufstriche, Kompotte, Chutneys, Körner und Saaten, Knabbereien sowie Kräutersalz im Sortiment. 2017 hat der Biobetrieb mit der Direktvermarktung begonnen. "Alle, die in diesem Bereich unterwegs sind, machen etwas Einzigartiges – nur so kann man als kleiner Betrieb überleben", sagt Schranz. Alle Produkte werden direkt von Schranz in Oberschützen hergestellt.

"Unser Ziel muss sein, die hohe Qualität und Sicherheit heimischer Lebensmittel hervorzuheben und gleichzeitig das Burgenland mit seinen unterschiedlichen Regionen und Produkten bestmöglich am Markt zu positionieren. Unsere Direktvermarkter befinden sich auf einem guten Weg", sind sich Dunst und Hautzinger einig.

www.gutesvombauernhof.at

( kurier.at ) Erstellt am 28.02.2018