Chronik | Burgenland
21.08.2018

Die Stoffe, aus dem die Träume sind

Marita Makowitschka offenbart Einblicke in ihre Welt der Garten- und Textilkunst.

Vor  dem Atelier von Marita Makowitschka angekommen, betritt der Besucher eine andere Welt. Mitten in einer idyllischen Landschaft und   weiten Feldern steht das Haus der Künstlerin im südburgenländischen Langeck.  Der Lärm des Alltags ist weit weg, nur die Vögel zwitschern. Ins Staunen gerät der Besucher spätestens in der Künstlerwerkstatt selbst: Eine bunte Vielfalt, die nicht nur auf die Farbprächtigkeit der Werke zurückzuführen ist, sondern auch auf deren Unterschiedlichkeit,  offenbart sich hier.

Tages- und Abendrobe  aus feinsten Stoffen präsentiert Makowitschka, genauso wie von ihr geschaffenen Sternenbilder mit funkelnden Swarovski-Kristallen. Vor 31 Jahren ist Makowitschka aus dem deutschen Schwarzwald  ins Burgenland gekommen.  Als eine von wenigen Künstlern, die die Reproduktion von Jugendstilfiguren beherrscht, habe es sie  1987 nach Lockenhaus  verschlagen.

„Mein eigentlicher Traum war es aber  immer, mit Stoffen zu arbeiten“, sagt die  freischaffende Künstlerin. Und so erfüllte sie sich  den Traum vom eigenen Atelier. Unter dem Motto „Ein Comeback dem Individualismus“ fertigte sie zunächst handbemalte Seidenunikate.

Neben  Jersey sind es auch 40 verschiedene Seidenqualitäten, die die Künstlerin bemalt bzw. bedruckt.  Ponchos, Capes, Abendkleider, Stolen, aber auch Herrenanzüge hat Makowitschka im Repertoire ebenso wie Accessoires –  von der Handtasche bis zum Seidenschuh.

Faible für SakralesDie Wahl-Burgenländerin  überrascht aber nicht nur mit Weltlichem: Seit 1996 beschäftigt sie sich mit sakraler Textilkunst. Immer wieder fertigt sie für Priester  Gewänder. „Der perfekte Schnitt, das Farbenspiel – das  alles sind Ausdrücke der Religiosität.“  Sogar ein Priester aus Amerika habe sich ein Messgewand bestellt.

Ihrer kreativen Ader verlieh die Künstlerin auch beim Erbauen ihres Hauses Ausdruck. Das Atelier in Würfelform hat keine Wände, eine breite Glasfront  bietet einen Ausblick in den – natürlich selbstgestalteten –  Garten.  Ob Korkenzieherweide, Sonnenblumen oder Rosen – an jedem Platzerl im Garten finden sich bunte florale  Kleinode.  Ein Herzstück ist wohl das Naturpool. „Hier kommen mir die Ideen für meine Werke.“

Am kommenden Donnerstag (23. August,  20 Uhr) lädt  die Künstlerin zur „langen Nacht des Gartens“ sowie in ihr Atelier M-Design. Um 22 Uhr gibt es neben musikalischer Begleitung eine Modeschau zu sehen.  

www.atelier-m.at