Chronik | Burgenland
21.01.2013

Der städtische Kampf gegen meterhohe Schneehaufen

Die vorhandene weiße Pracht nimmt viel Platz weg, Mitarbeiter von Bauhöfen schieben Sonderschichten.

Schön langsam wird aus der weißen Pracht auf Burgenlands Straßen graubrauner Matsch. Aber vor allem dort, wo die meterhohen Schneehaufen auf Parkplätzen liegen, hört sich der Spaß auf. In Eisenstadt hat man am Wochenende begonnen, mittels Bagger und Lkw die Schneemassen aus der Stadt rauszuschaffen – und zur Kompostierungsanlage oder sonstigen stadteigenen Flächen zu bringen. Dafür wurden extra zwei Lkw angemietet, die drei Bauhof-Laster waren für diese Mengen zu wenig.

Damit der Verkehr im Zentrum nicht komplett zusammenbricht, schiebt man Sonderschichten. So hat heute, Dienstag, seit 4 Uhr früh in der Haydngasse Ausnahmezustand geherrscht. Sechs Mitarbeiter des Bauhofes sind mit Schaufeln und schwerem Gerät ausgerückt, um der Winterlandschaft den Garaus zu machen. Parken ist also auch wieder in der Haydngasse möglich. Die schlechte Nachricht aus dem Rathaus: Seit heute wird in der Kurzparkzone in ganz Eisenstadt wieder kontrolliert.

Schneeberg

In Mattersburg hat man etwas schneller reagiert: Da wurde in weiser Vorausschau bereits Mitte vergangener Woche eine Firma beauftragt, den Schnee aus dem Stadtzentrum zu transportieren. Straßen, Zebrastreifen, Busbuchten und Parkplätze präsentieren sich mittlerweile nahezu schneefrei – dafür türmt sich auf dem Verkehrserziehungsplatz beim Fußballstadion ein wirklich sehenswerter Schneeberg.

Im Süden des Landes, wo es etwas weniger und vor allem ohne Verwehungen geschneit hat, präsentiert sich die Lage ziemlich entspannt. In Oberwart lässt man den Schnee derzeit einfach liegen. „Wir bringen ihn nicht weg, er schmilzt momentan sowieso“, erklärt Markus Obojkovits vom Bauhof in Oberwart. Nur, wenn noch mehr Schnee nachkommen und die Straßen verstopfen sollte, müsste man die weiße Pracht an den Rand von Oberwart bringen. „Wir suchen uns immer ein Plätzchen, wo der Schnee niemanden stört und vor sich hinschmelzen kann“, sagt Obojkovits. In die Pinka könne man den Schnee nämlich nicht kippen, das sei verboten.

Das Wetter der kommenden Tage wird den Bauhof-Mitarbeitern im ganzen Land eine kleine Verschnaufpause gewähren: Es soll nämlich nur mehr unergiebig schneien. Allerdings wird es von Tag zu Tag kälter.