Bauprojekt: Kleine Grenzübergänge

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Rote Klausur - was das Burgenland 2013 erwartet.

.Im Vorjahr musste das Land 100 Millionen Euro für den Kauf der Begas-Mehrheit locker machen, heuer sind es wieder fast 100 Millionen, die in die Generalsanierung des Krankenhauses Oberwart fließen. Neben dem „größten Bauprojekt in der Geschichte des Landes“ stehen 2013 noch eine Reihe weiterer Projekte an, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Dienstag nach einer Klausur der roten Regierungshälfte.

KH Oberwart

Derzeit läuft noch die Suche nach dem Generalunternehmer, Baubeginn soll Ende des zweiten Quartals sein. Der Zubau wird 2015 fertig, das Gesamtprojekt 2017. Woher kommt das Geld? Das Land hat 2006 seine wichtigsten Beteiligungen (u.a. Bewag und Kurbad Tatzmannsdorf AG) um 225 Millionen € an die Landesholding verkauft. Das Geld wurde bei der Kommunalkredit Austria AG veranlagt. Bei Auflösung hat das Land 235 Millionen Euro erhalten.

Umfahrung Schützen

Spatenstich für das 5,2 Kilometer lange Straßenstück , das rund 20 Millionen Euro kostet, war schon im Herbst 2012, mit Beginn der Bausaison sollen die Bauarbeiten starten – wenn nicht noch Einsprüche kommen.

Verbindung zu Ungarn

Ausgebaut werden sollen auch die Straßenverbindungen zu Ungarn, im Kern geht es um 19 Verbindungen, meist schon bestehende kleine Grenzübergänge. Auch über einen Ausbau der Bahn von Oberwart nach Szombathely soll mit hochrangigen Politikern in Budapest verhandelt werden. Für beides kann es EU-Förderungen geben. Bahnpendler aus dem Südburgenland könnten dann in (ferner) Zukunft über Ungarn nach Wien reisen – die Strecke von Oberwart nach Friedberg wurde ja eingestellt.

Pendler

Die Park&Ride-Anlagen in Pinkafeld, Mattersburg und Oberpullendorf sollen um 200 Plätze erweitert werden und das neue kilometerabhängige Pendlergeld kostet dem Land jährlich 150.000 bis 200.000 Euro mehr.

Erstellt am 09.01.2013