Ein Bild der Drogenplantage im Bezirk Güssing.

© Polizei

Burgenland
11/14/2013

Cannabis-Plantagen brachten Dealern 300.000 Euro ein

Drogenring im Südburgenland zerschlagen - mutmaßlicher Haupttäter sitzt in Haft.

von Roland Pittner

Die Täter haben ihr Handwerk beherrscht“, erklärt ein Drogenermittler. Der Cannabisbauer, der seine Waren Kiloweise an Subdealer verkaufte, bewies einen grünen Daumen, doch die Ernte haben die Ermittler der Suchtgiftgruppe des Bezirkspolizeikommandos Güssing übernommen, für den 61-jährigen Besitzer klickten die Handschellen.

Am Donnerstag präsentierten die Ermittler aus Güssing den Fall, der sie schon das ganze Jahr über beschäftigte. Ein 61-jähriger Wiener zog in den Bezirk Güssing und baute eine Indoorplantage auf seinem Anwesen. „Durch einen aufmerksamen Nachbarn kamen wir auf den Dealer“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Ewald Dragosits. Den Ermittlern fiel ein 42-jähriger Wiener auf, der öfters bei dem 61-Jährigen zu Besuch kam. „Er war kein unbeschriebenes Blatt und in der Drogenszene bekannt“, sagt Dragosits. Also ordnete die Staatsanwaltschaft im Mai 2013 eine Hausdurchsuchung an der Adresse des 61-Jährigen an.

Pitbulls im Garten

„Die Durchsuchung gestaltete sich schwierig, da der 61-Jährige drei Pitbull Terrier im Garten hielt“, sagt ein Ermittler. Hundeführer der Polizei konnten die Tiere schließlich beruhigen und die Beamten konnten das Anwesen durchsuchen. „Im ganzen Haus waren Hanfpflanzen zu finden, vom Samenkorn über den Setzling bis zu reifen Stauden war alles dabei“, sagt Dragosits. Die Beamten beschlagnahmten 6,3 kg Cannabisblüten, 200 Gramm Cannabisharz und 634 Hanfpflanzen. Der 62-Jährige und der 42-jährige Wiener wurden verhaftet.

Nach den ersten Befragungen der Dealer folgten noch sechs weitere Hausduchsuchungen in Wien und im Bezirk Güssing. Drei weitere Verdächtige wurden festgenommen insgesamt 16 Personen wurden angezeigt. Auch weitere Plantagen fanden die Beamten und konnten insgesamt 1600 Hanfpflanzen beschlagnahmen. „Wir schätzen die Gesamtmenge der Drogen auf 30,9 kg mit einem Verkaufswert von rund 300.000 Euro“, sagt Dragosits. Der Fall ist abgeschlossen, die Täter sollen nächstes Jahr vor Gericht stehen.

Weitere Festnahmen

In Untersuchungshaft befinden sich seit wenigen Tagen auch zwei mutmaßliche Dealer, die mit Rohopium gehandelt haben sollen: Einem 39-jährigen Bulgaren und einem 57-jährigen Niederösterreicher wird vorgeworfen, von Oktober bis November etwa zwei Kilogramm der Droge aus Bulgarien nach Österreich gebracht zu haben bzw. die Einfuhr in Auftrag gegeben zu haben.

Bei der Festnahme des 39-jährigen mutmaßlichen Haupttäters habe man ein Kilogramm Rohopium sicherstellen können, so die Polizei in einer Aussendung. Bei der Hausdurchsuchung des Niederösterreichers, der sich wegen Betrugsdelikten in elektronisch überwachtem Hausarrest befunden hatte, wurden Marihuana und Geld aus dem Drogengeschäft entdeckt. Die beiden Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Wien-Josefstadt gebracht.

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