Präsentierten die Kriminalstatistik: Polizeidirektor Huber (2.v.l.), die stv.Leiter Stella und Fasching sowie LKA-Chef Schuch (v.l.)

© /Claudia Koglbauer

Burgenland
03/06/2017

"Burgenland ist sicherstes Bundesland"

Angezeigte Fälle sind gestiegen, bleiben aber unter dem bundesweiten Durchschnitt.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Die gute Nachricht liefert Polizeidirektor Martin Huber bei der Präsentation der Kriminalstatistik am Montag vorweg: "Das Burgenland ist das sicherste Bundesland mit den wenigsten Anzeigen im Bundesländervergleich."

Die Kriminalitätsrate sei zwar im Vorjahr burgenlandweit um 2,6 Prozent gestiegen, aber noch immer befinde man sich dabei unter dem österreichweiten Zuwachs, der bei 3,8 Prozent liegt. Über dem Bundesschnitt (45,9%) hingegen liegt das Burgenland, was die Aufklärungsrate betrifft (47,7 Prozent).

Exakt 10.256 angezeigte Fälle hatte es im Burgenland 2016 gegeben, ein Jahr davor waren es 9997. Mehr geworden seien vor allem die Ladendiebstähle, die mit 365 Anzeigen einen Anstieg von mehr als 40 Prozent darstellen (2015 waren es 259) , sagt der Leiter des Landeskriminalamtes, Oberst Ernst Schuch. Hotspot sei der Bezirk Neusiedl am See mit dem Designer Outlet Center in Parndorf. Als Grund für diese Entwicklung wird die 2016 in Kraft getretene Strafrechtsreform vermutet. Diese brachte eine Senkung der Strafen bei manchen Eigentumsdelikten. Der Nachweis der Gewerbsmäßigkeit wurde erschwert.

"Auf einem Tiefstand" befinde sich die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser. 141 Fälle wurden angezeigt, 2015 waren es 202.

Gestiegen ist der Ausländeranteil bei den Tatverdächtigen von 1911 auf 2411 Fälle. Die "stärksten Nationen" hiebei seien Ungarn, die Slowakei und Rumänien.

"Gemeinsam sicher"

Gestiegen ist neben der Wirtschaftskriminalität (von 845 auf 1074 Delikte) die Cyber-Kriminalität (3705 angezeigten Fälle, plus 40,7%).

Als eine wichtige Aufgabe der Polizei nannten die beiden Vize-Polizeidirektoren, Werner Fasching und Christian Stella, "das subjektive Sicherheitsgefühl der Burgenländer zu steigern. Das soll mit Maßnahmen wie "Gemeinsam sicher" passieren. Das Projekt zielt u.a. darauf ab, den Kontakt zwischen Polizei und Bürgern zu stärken.

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