Immobilien-Markt im Burgenland: Große Unterschiede in Regionen
So günstig wie im Burgenland sind Immobilien fast nirgends.
Der Immobilienmarkt zeigt ein widersprüchliches Bild. Das Burgenland ist zwar weiter eine der günstigsten Wohnregionen Österreich, Preise und Nachfrage sind aber in Bewegung. Je nach Segment und Region entwickeln sich die Werte unterschiedlich.
Eigentum
Im Segment der Eigentumswohnungen zählt das Burgenland weiter zu den günstigsten Märkten Österreichs. Mit durchschnittlich 2.348 Euro pro m2 liegt man am unteren Ende des Preisniveaus. 2025 sanken die Preise um zwei Prozent auf 144.377 Euro – als einziges Bundesland neben Kärnten. Auch Häuser bleiben vergleichsweise leistbar: Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern kostet im Schnitt rund 375.000 Euro. Allerdings wurde auch hier ein Rückgang der Nachfrage um vier Prozent verzeichnet. Regional zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Während etwa Oberwart und Oberpullendorf starke Preisrückgänge verzeichneten, kam es in Eisenstadt zu deutlichen Anstiegen.
Miete
Der Mietmarkt im Burgenland weist das niedrigste Preisniveau Österreichs auf. Mit durchschnittlich 11,72 Euro pro Quadratmeter liegt das Bundesland deutlich unter dem Schnitt. Gleichzeitig wurden als Ausnahme sogar sinkende Angebotsmieten festgestellt. Die Nachfrage ging um neun Prozent zurück.
Auf Bezirksebene zeigen sich Unterschiede: In Güssing wurden mit 8,76 Euro pro m2 die niedrigsten Mieten österreichweit registriert. Rückgänge gab es unter anderem in Mattersburg und Eisenstadt-Umgebung. Insgesamt bleibt der Mietmarkt günstig, zeigt aber auch eine rückläufige Nachfrageentwicklung.
Wohnungsmarkt
Strukturell ist der Wohnungsmarkt im Burgenland stark von Genossenschaftswohnungen geprägt. Mit einem Anteil von 70,4 Prozent stellen sie die dominierende Wohnform dar. Im Gesamtmarkt bleibt das Burgenland klein: 2025 wurden 633 Wohnungsverkäufe registriert, womit das Bundesland weiterhin das Schlusslicht bildet. Die Verkäufe stiegen zwar um 4,3 Prozent, auch der Umsatz legte leicht auf 98 Millionen Euro zu, die Dynamik bleibt jedoch gering. Gleichzeitig liegt der Umsatz über dem Zehnjahresschnitt.
Weitere Entwicklung
Im Vergleich zeigt das Burgenland eine unterdurchschnittliche Dynamik. Das Marktwachstum lag bei 8,5 Prozent, gleichzeitig ging der Umsatz zurück. Innerhalb des Bundeslands bestehen regionale Unterschiede: Der Norden hat höhere Preisniveaus, insbesondere die Region Neusiedl am See gilt als teuer, während der Süden günstiger bleibt.
Insgesamt bleibt das Burgenland ein leistbarer Immobilienmarkt, allerdings mit spürbaren Schwankungen. Rückgänge bei Nachfrage und Preiseffekte durch Neubauprojekte prägen die Entwicklung. Mittelfristig wird eine verhalten positive Entwicklung erwartet, mit moderaten Zuwächsen bei Angebot, Nachfrage und Preisen.
Die spannendsten Immobilien auf willhaben.at
Großhöflein
2,1 Millionen Euro: 1984 wurde die Mid-Century-Villa vom Architekten Vladimir Hradil als Wohnhaus für sich und seine Frau erbaut.
Eisenstadt
2,2 Millionen Euro: Exquisites Terrassenhaus mit einem großen Natur-Swimmingpool und Blick ins Wulkatal.
Weichselbaum
3,9 Millionen Euro: Zertifiziertes Weingut in Ruhelage mit Panoramablick nach Südost und 53.000 Quadratmeter, Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert, mit eigener Wasserquelle.
Kommentare