Bürgermeister starb nach Blinddarm-Operation

Die Gemeinde Neuberg trauert um Bürgermeister Daniel Neubauer © Bild: /manfred imre

Kurz vor seinem 50. Geburtstag hat Daniel Neubauer einen Routineeingriff nicht überlebt.

In der Gemeinde Neuberg im Bezirk Güssing im Südburgenland herrscht am Sonntag tiefe Trauer. Bürgermeister Daniel Neubauer hat seine Blinddarm-Operation nicht überlebt. Völlig unerwartet starb der 49-Jährige vier Tage nach dem Routine-Eingriff. Er hinterlässt eine Frau, einen Sohn und eine Tochter.

Neubauer war vergangenen Donnerstag im Krankenhaus Güssing operiert worden. Einige Stunden danach kam es zu Nachblutungen, schildert der Ärztliche Leiter des Krankenhauses, Kurt Resetarits, im Gespräch mit dem KURIER. Bei der Notoperation kam es während der Narkose zum Herz-Kreislaufstillstand. "Der Patient wurde erfolgreich reanimiert und danach auf die Intensivstation verlegt", sagt Resetarits.

Vermutlich aufgrund des Schocks sei es danach aber zu einem beginnenden Organversagen gekommen. Neubauer wurde noch am Freitag ins Landesklinikum Graz verlegt, wo er am Sonntagnachmittag starb.

Komplikation

"Es handelt sich hier um eine absolut bedauernswerte Komplikation, die höchstens in jedem 10.000 Fall auftritt", sagt der Primar. Er kündigte an, dass es sowohl interne als auch externe Ermittlungen geben werde. Eine Obduktion sei zur Klärung der genauen Todesursache vorgesehen. Ob auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird, wird sich am Montag klären.

Neubauer hätte in wenigen Wochen nicht nur seinen 50.Geburtstag gefeiert. Der beliebte ÖVP-Politiker hätte heuer auch sein zehnjähriges Jubiläum als Bürgermeister und das 30-jährige Jubiläum als Amtmann begangen.

"Daniel Neubauer war ein leidenschaftlicher Kommunalpolitiker und großer Kämpfer. Sein Tod ist ein schwerer Schlag, auch für uns als Gesinnungsgemeinschaft", sagt ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner. Betroffen zeigt sich auch ÖVP-Bezirksobmann Walter Temmel: "Unser Bezirk verliert einen engagierten Mitstreiter."

Birgit Karner, SPÖ-Vizebürgermeisterin der 1000-Einwohner-Gemeinde wird interimistisch die Amtsgeschäfte übernehmen. "Der Tod von unserem Bürgermeister ist ein Schock für die ganze Gemeinde. Unser ganzes Mitgefühl gilt jetzt der Familie", sagt Karner.

( kurier.at ) Erstellt am 20.03.2016