Bis 2028 bekommt letztes Teilstück der S31 Trennwände

Asfinag investiert 72 Millionen in den Sicherheitsausbau zwischen Weppersdorf und Oberpullendorf.
Sicherheitsausbau der S31 zwischen Neutal und Oberpullendorf

Während die neuen Talübergänge bei Sieggraben vor der Fertigstellung stehen und sich die Baustelle Ende des Jahres auflöst, startet auf der S31 einige Kilometer weiter südlich eine neue Baustelle. Zwischen Weppersdorf und Oberpullendorf Nord werden die Richtungsfahrbahnen mittels Betonleitwänden getrennt, um Frontalkollisionen zu verhindern.

Eine bauliche Maßnahme, die sich schon auf den Teilstück zwischen Mattersburg und Weppersdorf bewährt hat. Seit der dort 2019 bis 2021 errichteten Mitteltrennung hat sich laut Auskunft der Landesverkehrsabteilung kein tödlicher Verkehrsunfall mehr ereignet. 

Vor 2019 war die Bilanz "horrend", wie Hartwig Hufnagl, Vorstand der Autobahngesellschaft Asfinag, damals sagte: Seit 2001 waren auf der Burgenland-Schnellstraße 31 Tote zu beklagen, zwei Drittel nach Frontalzusammenstößen.

Hufnagl und Bautenlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) waren es auch, die am Dienstag nahe der S31 bei Neutal den Startschuss für die Fortsetzung des Sicherheitsausbaus gaben. „Mit dem weiteren Sicherheitsausbau wird der nächste bedeutende Schritt für mehr Verkehrssicherheit gesetzt", so Dorner: "Ein guter Tag für unsere Pendlerinnen und Pendler“.

Der Ausbau umfasst die Errichtung einer neuen baulichen Mitteltrennung zwischen Weppersdorf/Markt St. Martin und Oberpullendorf Nord. Außerdem werden sechs Brücken verbreitert, eine Brücke wird abgerissen und neu errichtet, weitere 20 Brücken (davon drei Grünbrücken für Wildtiere) werden saniert. 

Der S31-Zubringer zwischen dem Kreisverkehr bei Oberpullendorf-Süd und Oberpullendorf-Nord bleibt weiter ohne Mitteltrennung. Die Fahrbahn wird aber erneuert. Auch auf dem Zubringer haben sich immer wieder schwere Unfälle ereignet, seit das Überholen verboten ist, gab es aber auch dort keine tödlichen Unfälle mehr. 

Für Hufnagl wird die S31 "zu einer modernen, sicheren und verlässlichen Verkehrsader für das Burgenland. Wir investieren 72,4 Millionen Euro und garantieren eine möglichst rasche Umsetzung dieses Projektes".

Begonnen wird mit der Verbreiterung der Richtungsfahrbahn Oberpullendorf, im Sommer 2026 beginnen die Arbeiten für die Sanierung beider Fahrbahnen und die Errichtung der Mitteltrennung. Während der Arbeiten bleibt in jede Richtung eine Fahrspur aufrecht. Die Fertigstellung des 8,3 Kilometer langen Straßenabschnitts ist für Mai 2028 geplant.

Im Sinne der Ressourcenschonung werden die auf der Baustelle anfallenden Materialien nach Möglichkeit direkt vor Ort verwertet. Materialien, bei denen das nicht möglich ist, werden abtransportiert und an anderen Baustellen recycelt. Die Recyclingquote für Asphalt, Beton und Stahlleitschienen liegt bei rund 75 Prozent.

Kommentare