Begehrte Bewag-Immobilie

Vom Umspannwerk blieb vorerst lediglich der Zaun über.
Foto: SITAR PETER/Sitar Peter

Die Bewag hat das Umspannwerk Oberwart geschliffen. Was mit dem Areal passiert ist noch nicht klar, die Gemeinde zeigt Interesse.

Unüberhörbar zerlegten schwere Bagger in den vergangenen Tagen die Fundamente des ehemaligen Umspannwerkes in Oberwart. Zur Zeit werden die Abbrucharbeiten abgeschlossen, das Gelände mit Humus bedeckt.

"Was wir mit dem Grundstück machen, steht derzeit noch nicht fest", erläutert Peter Sinowatz, Geschäftsführer von Bewag-Netz. Dafür gebe es mehrere Gründe. Unter anderem sei noch nicht klar, ob sich durch den gewünschten Zusammenschluss von Bewag und Begas ein zusätzlicher Flächenbedarf in Oberwart ergibt. Diese Entwicklung wolle man jetzt erst einmal abwarten, erklärt der Geschäftsführer.

Bestehen bleibt auf alle Fälle die neben dem Areal befindliche Schaltzentrale für die Stromversorgung von Oberwart. Allerdings müsse diese grundlegend erneuert werden, sind doch einzelne Komponenten fast an die 50 Jahre alt.

380-kV-Schluss 

Das Umspannwerk Oberwart hat mit der Fertigstellung des 380-kV-Ringschlusses seine Bedeutung verloren. Gesteuert wird die Stromversorgung des Südburgenlandes jetzt vom Umspannwerk Rotenturm aus.

Als das Umspannwerk Oberwart vor 50 Jahren in Betrieb genommen wurde, befand es sich am Rand der Gemeinde. Jetzt liegt das Areal mitten in einem Wohngebiet. Schon vor Wochen wurden die elektrischen Einrichtungen des Werkes abgebaut. Jetzt ging es den alten Fundamenten an den Kragen.

Bei der Bewag-Netz kann man sich durchaus vorstellen, Teile der Flächen des ehemaligen Umspannwerkes zu veräußern. Ein Interessent ist die Gemeinde Oberwart, wie Bürgermeister Gerhard Pongracz bestätigt: "Gleich nebenan liegt unsere Feuerwehr. Sollte es zu einem Ausbau bei der Wehr kommen, dann sind wir natürlich sehr interessiert an dieser Liegenschaft." Das habe man auch schon bei der Bewag deponiert.

Bis es zu einem Verkauf des ehemaligen Umspannwerkes kommt, dürfte aber noch einige Zeit vergehen, bestätigt auch Peter Sinowatz: "Wir prüfen jetzt einmal unseren eigenen Bedarf." Konkreteres werde man wohl frühestens in den nächsten Monaten wissen.

(kurier) Erstellt am
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