So soll das Seebad Breitenbrunn nach der Modernisierung aussehen

© Architektur: Studio Hoffelner Schmid/Visualisierung: Janusch

Chronik Burgenland
01/30/2019

Baustart für Seebad Breitenbrunn – und Warten aufs Gericht

Umbau des Seebads hat begonnen. Der Streit zwischen Esterhazy und Yachtclub geht indes weiter.

von Michael Pekovics

Wenn in dieser Woche die Arbeiten für die erste Umbauphase des Seebades Breitenbrunn beginnen, steht eine Sache weiter in den Sternen: die Zukunft des Yachtclubs Breitenbrunn (YCBb). Dieser ist seit 50 Jahren in Breitenbrunn beheimatet, Ende des Jahres 2018 lief der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und den Esterhazy Betrieben aus, das Gelände wurde an letztere übergeben.

Offene Fragen

Daraufhin forderte Esterhazy den Yachtclub auf, das Gelände zu verlassen. Doch der Club blieb. Präsident Walter „Rasi“ Bajons erklärt im Gespräch mit dem KURIER, warum: „Für uns ist völlig unbestritten, das wir seit Jahrzehnten ein direktes Vertragsverhältnis mit Esterhazy haben, weil der Club Jahr für Jahr den Bestandszins direkt an Esterhazy zahlt – ganz egal ob das irgendwo steht oder nicht“, sagt Bajons. Hellhörig wurde er, als er von einem prätorischen Vergleich (ein ohne gerichtsanhängiges Verfahren vor einem Bezirksgericht geschlossener Vergleich) zwischen der Gemeinde und Esterhazy hörte, denn: „Wozu braucht man einen prätorischen Vergleich, wenn man sich bereits vertraglich geeinigt hat? Es sei dann, man will gegen jemand anderen, also gegen uns, vorgehen.“

Laut Bajons gibt es derzeit keine Gesprächsbasis mit den Esterhazy Betrieben, die seiner Meinung nach auf dem Rechtsstandpunkt stehen, dass der Yachtclub nur Untermieter der Gemeinde ist. Deshalb hat der YCBb nun Akteneinsicht beim Landesgericht Eisenstadt beantragt. „Damit wir sehen, was da gespielt wird. Wenn das Gericht über den Antrag entschieden hat, wissen wir mehr.“ Für Bajons ist die von Esterhazy und Gemeinde gewählte Vorgangsweise „schwer rechtswidrig“, weil der YCBb nicht eingebunden gewesen sei.

Best und Worst Case

Bajons Ziel ist klar: Im besten Fall die langfristige Sicherung des Yachtclubs in Breitenbrunn. Im schlechtesten Fall könnte – nach einem längeren Rechtsstreit – die Enteignung stehen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir durch den Umbau in unserem Betrieb gestört werden – und wenn doch, dann werden wir dagegen vorgehen“, sagt der YCBb-Präsident. Laut ihm werden im heurigen Sommer sowohl Schiffe ablegen als auch Veranstaltungen stattfinden.

Eine Anfrage bei den Esterhazy Betrieben zum Thema blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Zu den Umbauplänen heißt es in der aktuellen Aussendung, dass „beginnend mit der Sanierung der beiden Stege die öffentlichen Liege- und Grünflächen in den nächsten Jahren um 10.000 Quadratmeter erweitert werden.“ Die Sanierung der Steganlagen soll bis zum Sommer abgeschlossen sein: „Badegäste können sich ab Mai auf einen ungestörten Besuch im Seebad freuen.“

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