© Roland Pittner

Verkehr
01/03/2022

Aufregung um Bahnstrecke Friedberg-Oberwart

Dauernde Einstellung bei der Streckenverfügbarkeit beantragt: Land geht von Fortführung aus

von Roland Pittner

Der Güterverkehr auf der Bahnstrecke Oberwart nach Friedberg boomt. Holz, Stahl und andere Güter werden regelmäßig von den Steiermärkischen Landesbahnen transportiert. Für Aufregung sorgt da aber das im Dezember neu herausgebrachte Streckenverzeichnis der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Denn bei der Streckenverfügbarkeit 2022/23 ist zu lesen, dass für die Strecke Friedberg – Grenze ÖBB – VIB (Verkehrsinfrastruktur Burgenland) in Oberwart, die dauernde Einstellung des Betriebs gemäß § 28 EisbG beantragt wurde. Ob dies das endgültige Aus für die Strecke ist, darauf gaben die ÖBB in der Vorwoche auf KURIER-Anfrage keine Antwort.

Investitionen

SPÖ-Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner weiß nichts von einer Einstellung der Strecke. „Es gibt eine sehr positive Entwicklung bei den Tonnagen und wir haben auch heuer noch viel vor mit der Strecke und denken eher an einen Ausbau“, erklärt ein Sprecher des Landesrats. Im Land geht man davon aus, dass es sich um eine alte Eintragung in dieser Liste handelt.

Für Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner, ÖVP, war der Eintrag im Streckenplan neu. „Da geht es ja ums Jahr 2022 und 2023, wir konnten bei den ÖBB noch niemanden erreichen, aber wir werden auf jeden Fall für den Erhalt der Strecke kämpfen, sollte es solche Überlegungen geben.“ Für die Stadt und für viele Firmen sei die Bahnstrecke unverzichtbar.

2011 wurde bereits der Personenverkehr eingestellt. Es gab Verhandlungen mit dem Land über einen Kauf, schlussendlich behielten die ÖBB aber die Trasse, um ein Open Rail Lab zu errichten. In diesem sollten autonome Züge getestet werden. 2020 wurden laut ÖBB 200.000 Euro am Bahnhof Oberwart für Projektarbeitsplätze für die Abwicklung der Teststellungen investiert. Autonome Züge fahren allerdings noch keine hier.

Das weitere Schienennetz im Bezirk hat die Verkehrsinfrastruktur Burgenland, die dem Land gehört, von der Südburgenländischen Regionalbahn gekauft. So wurde auch eine neue Holzverladestelle in Rotenturm gebaut. Die restliche Strecke soll zum Radweg umfunktioniert werden. Der Rückbau dieser Trassen hat bereits begonnen.

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