Chronik | Burgenland
20.12.2011

Aufbegehren gegen GIP-Pläne

Großpetersdorf: Das Altenheim soll laut Bürgermeister in das Seminarhotel GIP übersiedeln. Die Gegner fordern nun eine Volksabstimmung.

Eine Liste mit rund tausend Unterschriften brachte am Montag ein überparteiliches Personenkomitee in die Gemeinde Großpetersdorf. Grund für das Aufbegehren ist der Plan, das Hotel GIP in ein Pflegeheim umzufunktionieren (der KURIER berichtete).

Bürgermeister Winfried Kasper, SPÖ, nahm die Liste entgegen: „Wir werden jetzt prüfen, wie viele Unterschriften gesammelt wurden.“ Der Umbau des GIP in ein Altenwohnheim wurde im Gemeinderat beschlossen. „Ein paar Leuten scheint es halt nicht gepasst zu haben“, sagt Kasper und ortet auch politische Hintergründe.

Das streitet Ernst Krammer, Sprecher des Bürgerkomitees, ab. „Wir haben durch die Bank Unterschriften bekommen, sogar von den roten Pensionisten“, erklärt er im KURIER-Gespräch. Das Projekt im GIP sei wirtschaftlich nicht tragbar und sei auch für die zukünftigen Bewohner eine Zumutung, da es ein Stockhaus ist. „Wir waren überrascht, so ein Echo zu bekommen, es sind immerhin 25 Prozent der Wahlberechtigten“, erklärt Krammer, der selbst parteilos ist.

Der ÖVP spielt die Unterschriftenaktion in die Hand. „Es ist ein Zeichen der Bevölkerung, dass sie zu wenig in die Entscheidung eingebunden wurde“, sagt VP-Ortsparteiobmann Stefan Zlatarits. Betonte doch die ÖVP immer wieder, dass andere Standorte in Betracht gezogen gezogen werden sollten. Ein Neubau wäre aus Sicht der ÖVP kostengünstiger und besser.

Eingebunden

„Mangelnde Aufklärung über das Projekt wurde nicht betrieben“, aber der Bürgermeister stehe auch einer Volksabstimmung keinesfalls im Weg. „Die Leute werden jetzt eingebunden und müssen entscheiden“, erklärt Kasper, sofern genug Unterschriften zusammengekommen sind. Wenn ja, wird es in den nächsten vier Wochen eine Gemeinderatssitzung geben. „Dort wird das Datum und der Wortlaut der Volksabstimmung festgelegt“, sagt der Ortschef. Innerhalb von drei Monaten müsse diese durchgeführt werden. Für den Bürgermeister steht jedoch fest: „Das Projekt im GIP ist die beste Lösung. Langfristig gesehen ist es sicher die günstigere Variante.“