Auf FPÖ-Mandatarin Brandlhofer dürfte ein Mann folgen

Abgeordnete verlässt Landtag aus privaten Gründen, Landesgeschäftsführer Smolej aus Bezirk Jennersdorf (re. mit Parteichef Petschnig und Landtagspräsident Tschürtz) könnte folgen.
FPÖ Burgenland

Nach dem berufsbedingten Rückzug von Norbert Hofer in die zweite Reihe - vom Klubchef zum einfachen Abgeordneten - gibt es in der freiheitlichen Landtagsriege wieder eine Änderung.

Abgeordnete Michaela Brandlhofer, die seit Herbst 2024 im Landtag sitzt, verlässt das Landesparlament per 15. März auf eigenen Wunsch.

Die 60-jährige Brandlhofer aus dem Bezirk Neusiedl am See hat nach einem Todesfall in ihrer Familie in den vergangenen Landtagssitzungen gefehlt.

"Ich hätte sie gerne im Klub behalten, weil ich ihre Arbeit sehr geschätzt habe", sagt FPÖ-Klubchef Christian Ries, aber ihre persönliche Entscheidung müsse er akzeptieren.

Nachfolgen kann jeder, der bei der Landtagswahl 2025 auf der blauen Landesliste kandidiert hat, Zustellungsbevollmächtigter ist Parteiobmann Alexander Petschnig. Dieser wolle aber die Entscheidung gemeinsam mit dem Klub treffen, so Ries. In der Landtagssitzung am 26. März könnte der Nachfolger schon gewählt werden. Dass auf Brandlhofer wieder eine Frau folgt, ist unwahrscheinlich. In der neunköpfigen blauen Riege ist Michelle Whitfield aus Rust dann die einzige Frau.

Nur Jennersdorf hat kein Mandat

Dem Vernehmen nach hat Landesgeschäftsführer Rudolf Smolej aus dem Bezirk Jennersdorf gute Karten, ins Landesparlament einzuziehen. Denn Jennersdorf ist bisher im neunköpfigen blauen Landtagsklub nicht vertreten - obwohl der südlichste Bezirk bei der Landtagswahl mit 28,1 Prozent das beste blaue Ergebnis eingefahren hat. In Frage käme auch der Jennersdorfer Michael Kristan, auf der Liste vor Smolej.

Bundesrat Thomas Karacsony ist auf der Landesliste zwar ebenso einige Plätze vor Smolej gereiht, mit dem Rechnitzer Karacsony wären dann aber schon drei Blaue aus dem Bezirk Oberwart im Klub (Hofer und Markus Wiesler).

Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Karacsony Landesparteisekretär wird. Daniel Jägerbauer, Referent von Nationalrat Petschnig, hatte diese Funktion vor wenigen Tagen zurückgelegt.

Smolej sagt am Freitag zum KURIER: Er sei sehr glücklich mit seiner Aufgabe als Landesgeschäftsführer und sehe sich nicht als Favoriten für die Brandlhofer-Nachfolge. Andere stünden vor ihm auf der Liste. 

Er räumt aber auch ein, dass es "gute Gründe" gebe, das Mandat nach Jennersdorf zu vergeben.

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