Zufriedenheit im Job? Große Verunsicherung im Burgenland
AK-Präsident Gerhard Michalitsch präsentierte die Daten.
So unzufrieden wie aktuell waren die Arbeitnehmer im Burgenland mit der Situation am Arbeitsplatz schon lange nicht mehr. Das ist das Ergebnis des jüngsten Arbeitsklimaindex, den die Arbeiterkammer alljährlich erheben lässt.
„Seit Beginn der Studie 2009 haben wir noch nie so niedrige Werte erhoben“, sagte AK-Präsident Gerhard Michalitsch bei der Präsentation am Freitag in Stoob. Der Gesamtindex für 2025 liegt bei 95 Punkten. Das sind nicht nur fünf Punkte weniger als im Jahr davor, sondern auch acht Punkte unter dem Österreich-Ergebnis. Besonders stark ist der Abfall in Industrie und Gewerbe sowie im Handel.
- Die wirtschaftliche Zukunft des Landes beurteilen im Burgenland 64 Prozent mit „eher oder sehr pessimistisch“, bundesweit sind es „nur“ 52 Prozent.
- Bei Männern ist die Stimmung übrigens noch eingetrübter als bei Frauen.
- Was noch auffällt: Während die Arbeitszufriedenheit im Burgenland in den Jahren 2017 bis 2020 mit bis zu 112 Punkten deutlich über dem Bundeswert lag, haben sich die Verhältnisse seit 2021 umgekehrt – die Landeswerte liegen konstant unter Bundeswerten.
„Die Verunsicherung ist gerade bei Burgenlands Beschäftigten besonders groß“, betont IFES-Projektleiter Stefan Friesenbichler. Vom Meinungsforschungsinstitut IFES wurden landesweit 500 Interviews geführt, österreichweit waren es 4.600. Der Arbeitsklimaindex gibt über die Situation der Beschäftigten Auskunft und gilt als Indikator für Veränderungen in der Arbeitswelt und den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus Sicht der Arbeitnehmer.Th. Orovits
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