© Österreichisches Rotes Kreuz

Blutspende
06/16/2020

Appell an junge Burgenländer: Rotes Kreuz sucht Lebensretter

Nach dem Corona-Lockdown werden jetzt wieder mehr Blutkonserven benötigt.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Es war nach der Geburt ihrer Tochter, als Maria Hiermann selbst auf Fremdblut angewiesen war. „Das war für mich der Auslöser, selbst Blut zu spenden.“ Seit Beginn der 1970er-Jahre geht die rüstige 75-jährige Dame aus Neusiedl am See bis zu vier Mal pro Jahr Blutspenden.

110-mal hat Maria Hiermann schon ihren „Lebenssaft“ für andere gegeben. „Menschenleben retten ist das Wichtigste im Leben. Das ist eine Angelegenheit, die mir sehr am Herzen liegt“, sagt die 75-Jährige.

Alle 90 Sekunden

Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt, jährlich sind es rund 350.000. Durch den Corona-bedingten Lockdown und den damit verbundenen Aufschub an den diversen Operationen wurden zuletzt etwa 15 Prozent weniger Blutkonserven gebrau als gewöhnlich. „Doch jetzt steigt der Bedarf wieder an“, erklärt Tobias Mindler, Sprecher des Roten-Kreuzes Burgenland.

Mindler appelliert in Bezug auf die Blutspenden vor allem an junge Burgenländer, die nun die „spendenfreudigen Jahrgänge“ der 1950er- und 1960er-Jahre altersbedingt ablösen sollen.

Beim Roten Kreuz zeigt man sich optimistisch, was die Hilfsbereitschaft betrifft: Während österreichweit 3,5 Prozent der Bevölkerung Blut spenden, sind es im Burgenland immerhin 4,7 Prozent.

17.900 Blutkonserven wurden im Burgenland im Vorjahr bei 240 Aktionen des Roten Kreuzes abgenommen. Auffallend oft werde vor allem im Bezirk Neusiedl am See gespendet.

Engagieren können sich grundsätzlich alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, die gewisse medizinische und gesetzliche Kriterien erfüllen.

Neben den Blutabnahmen ist das Rote Kreuz auch noch in etlichen anderen Bereichen gefordert. Im Steigen ist nach dem Lockdown wieder die Auslastung bei den Krankentransporten. Und das Angebot der Erste-Hilfe-Kurse und der Mitarbeiterschulungen wird wieder schrittweise hochgefahren, sagt Mindler.

Covid-19-Testungen

Durch eine Vereinbarung mit dem Land führt das Rote Kreuz zudem rund 15.000 Covid-19-Testungen durch. Nachdem die Mitarbeiter der Altenwohnheime sowie niedergelassene Ärzte getestet wurden, sind ab kommender Woche die Mitarbeiter im Rettungsdienst an der Reihe.

Die Ergebnisse der Tests seien bislang erfreulich: Derzeit gibt es im Burgenland drei an Corona Erkrankte und keine einzige Neuerkrankung.

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