Chronik | Burgenland
28.02.2013

Feuer zerstört Einfamilienhaus

Den 360.000 Euro-Schaden könnte die Sauna ausgelöst haben.

„Das Haus kann man wohl nur noch abtragen“, sagt Alois L. aus Apetlon am Tag nach der Brand-Katastrophe zum KURIER. Seit Mittwochabend ist das Heim, in dem der Pensionist mit seiner Gattin seit rund 20 Jahren gelebt hat, eine Ruine. Beide blieben unverletzt, aber wo sie jetzt hin sollen, wissen sie nicht: „Das ist eine gute Frage“, sagt der 70-Jährige, der die Nacht im Hotel verbringen musste. Drei Katzen sind im Feuer verendet, der 12-jährige Bullterrier Wesley ist hingegen wohlauf, „er hat sich selbst gerettet“, meint das Herrl. Kleiner Trost: Das Haus ist versichert. Der Eigentümer schätzt den Wert auf mindestens 360.000 Euro.

Vorzeichen

Dass in dem Fertigteilhaus etwas nicht stimmt, ist dem Hausherrn schon Mittwochvormittag in die Nase gestiegen. Auch einem Monteur, der am Geschirrspüler werkte, sei der eigenartige Geruch aufgefallen. Am Nachmittag war L. kurz außer Haus, als er gegen 17 Uhr heimkehrte – seine Frau war zu diesem Zeitpunkt nicht daheim – habe er schon Brandgeruch bemerkt. Als er in den Keller ging und die gläserne Saunatür öffnete, „sind schon die Flammen rausgekommen“. Die vom Hauseigentümer alarmierte Feuerwehr war knapp nach 17 Uhr vor Ort. Die Florians rückten mit zwei Atemschutztrupps vor, mussten wegen des dichten Rauchs aber umkehren. Die Feuerwehren Illmitz, Wallern, Frauenkirchen und Neusiedl/See wurden nachalarmiert, die beiden letzteren samt Drehleitern.

„Um 21 Uhr mussten wir das Haus von oben nach unten fluten“, sagt Werner Preiner, Vizekommandant der örtlichen Feuerwehr. Insgesamt kämpften rund 70 Feuerwehrleute gegen die Flammen, auch am Nachmittag entfachte der Wind kleine Glutnester. Gerüchte, der Brand stünde in Zusammenhang mit einer bevorstehenden Scheidung des Paares, wurden von der Polizei dementiert. Um die Ursache für das Feuer zu klären, werden Sachverständige des Bundeskriminalamtes hinzugezogen.