© Stadtgemeinde Jennersdorf

11/03/2020

Anonyme Schreiben fordern Rücktritt des Vizebürgermeisters

Gemeinde Jennersdorf geht mit Drohbriefen gegen Vize an die Öffentlichkeit.

von Roland Pittner

 Zwei Unternehmer, die beim Bau des Bauhofs involviert waren, fordern in einem anonymen Schreiben von Bürgermeister Reinhard Deutsch den Rücktritt des Vizebürgermeisters Josef Feitl. „Beschwerden und Ausraster“ bei Gemeinderatssitzungen, am Sportplatz und in Gasthäusern des Vize seien untragbar. Sie würden sich erst jetzt etwas sagen trauen, da der Bau fertiggestellt ist. Außerdem schreiben die beiden, dass sie seinerzeit vom Vize gedrängt und teilweise gezwungen wurden, Sponsortätigkeit beim USV Jennersdorf zu übernehmen. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder wir gehen damit an die Öffentlichkeit (Medien und alle Fraktionen im Gemeinderat) oder Herr Feilt (sic.) tritt als Vizebürgermeister und als Gemeinderat zurück. Eine Woche gaben die Verfasser dem Bürgermeister von der Liste JES, sonst würden sie eidesstattlich erklären, was Sache ist.

Nun ist die Gemeinde den Verfassern zuvorgekommen und mit dem Brief an die Öffentlichkeit gegangen. „Der Ursprung ist für uns leicht erkennbar, auch wenn der Verfasser zu feig ist, sich zu deklarieren“, sagt Deutsch.

Niveaulos

Er fordert in einem Schreiben seinen Gemeinderat auf, sich von dieser „niveaulosen Angelegenheit zu distanzieren“ oder dazu zu bekennen. Vizebürgermeister Josef Feitl hatte beim Bauhof die Bauaufsicht inne. „Sämtliche Entscheidungen bei Baubesprechungen waren mit dem Bürgermeister abgesprochen“, sagt Feitl. Auch die Vergaben seien nach dem Bundesvergabegesetz abgewickelt worden – über einen externen Rechtsanwalt. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir so einen Brief bekommen und deshalb sind wir an die Öffentlichkeit gegangen“, sagt Deutsch. Sobald herausgefunden werde, wer die Briefe verfasst hat, „wird es auch rechtliche Schritte geben, wir lassen uns diese Anschuldigungen nicht mehr gefallen“, sagt Deutsch.

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