Chronik | Burgenland
05.12.2011

Angeschossen: Hauskatze überlebt nur knapp

Katze Blacky wurde in Hirm angeschossen. Die Suppans wissen nicht, von wem. Ihr Hund überlebte die Schüsse nicht.

Zuerst habe ich daran gedacht, dass unser Blacky in einen Mähdrescher geraten ist", erzählt Isabella Suppan aus Hirm (Bez. Mattersburg). Noch heute kann sie kaum fassen, was der schwarzen Familienkatze angetan wurde. Als sich der geliebte Stubentiger im August mit letzter Kraft auf die Terrasse schleppte, war Blacky blutüberströmt, die rechte Vorderpfote regelrecht zerfetzt. Unbekannte Täter hatten auf das Tier mit Hochgeschwindigkeitsmunition geschossen. "Wir sind sofort in die Tierklinik nach Landegg (Niederösterreich, Anm.), hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben", sagt Ehemann Johann Suppan. In einer mehrstündigen Notoperation konnte das Leben des Kuscheltigers von Tierärzten gerettet werden, die Pfote mussten sie aber amputieren. "Unser ganzer Dank gilt Werner Tack und seinem Team. Sie haben unseren Kater gerettet."

Aber: "Unser Sohn Simon hat sich danach total verändert, er kann nicht verstehen, wie Menschen derart grausam gegen wehrlose Tiere vorgehen", schildert Suppan. In einer mehrwöchigen Rehabilitation kam der geschwächte Blacky wieder zu Kräften.

Hund erschossen

Doch bereits kurz danach folgte der nächste Schicksalsschlag: Der Familienhund erlitt dasselbe Schicksal, wurde ebenfalls angeschossen - für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Über mögliche Täter können die Suppans nur spekulieren, sie vermuten Wilderer. "Denn Jäger können wir solche Menschen nicht nennen. Das hat mit ehrbaren Waidmännern nichts zu tun. Diese Menschen sind herzlos." Nachdem im Herbst Schrotmunition auf das Hausdach einhagelte, reichte es ihnen, sie erstatteten Anzeige. "Das muss aufhören." Kleines Happy End: Heute ist Blacky wieder gesund, und auch der kleine Simon kann wieder lachen. "Blacky ist wieder ganz der Alte, so wie früher."