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Chronik Burgenland
01/18/2019

AMS rechnet mit 1400 neuen Jobs im heurigen Jahr

Experten prognostizieren neuerliche Rekordbeschäftigung und weniger Arbeitslose für das laufende Jahr 2019.

von Michael Pekovics

Die Arbeitslosigkeit im Burgenland geht seit gut zwei Jahren kontinuierlich zurück. Der Dezember 2018 war bereits der 28. Monat in Folge mit sinkenden Zahlen. Im Jahresdurchschnitt gab es im Burgenland 104.600 Beschäftigte. Der Rückgang der arbeitslos gemeldeten Menschen war mit einem Minus von 8,9 Prozent der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2007. Dieser positive Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, auch wenn die Konjunktur, wie prognostiziert, leicht zurückgehen wird. „Die Unternehmen stocken ihre Personalstände weiter auf, wir rechnen mit 1400 neuen Beschäftigten im heurigen Jahr“, sagt Manfred Breithofer, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Burgenland (Arbeitsmarktservice).

Erfreuliche Prognosen

Auch die weiteren Prognosen für 2019 sind laut den Experten des AMS erfreulich: Die Arbeitslosigkeit dürfte um weitere 300 Personen sinken, insgesamt wird im Jahresschnitt mit 105.900 Beschäftigten, 8500 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent gerechnet. Sorgen bereitet dem AMS der Mangel an Fachkräften. Die aktuelle Situation sei bereits eine „Wachstumsbremse“ für die heimischen Unternehmen, sagt Breithofer: „Die Betriebe haben zusehends Probleme, qualifiziertes Personal einzustellen. Gemeinsam mit Unternehmen wollen wir 2019 geeignete arbeits- oder lehrstellensuchende Personen für die dringend notwendige Fachkräfteausbildung gewinnen.“

Ein aktuelles Beispiel dafür seien die Lehrlingscastings, die in den kommenden Wochen gemeinsam von Wirtschaftskammer, Land und AMS in allen Landesteilen veranstaltet werden und interessierte Lehrlinge sowie Lehrbetriebe zusammenbringen sollen. Das AMS im Burgenland fungiert dabei als Schnittstelle zwischen arbeitssuchenden Menschen und Betrieben. Im Vorjahr wurden insgesamt 106.000 Vermittlungsvorschläge an vorgemerkte Personen ausgegeben. Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf die überregionale Vermittlung im Tourismus gelegt – mit Erfolg. In keinem anderen Bundesland war die Vermittlungsquote im Tourismus so hoch wie im Burgenland.

Weniger Förderungen

Nach der Kürzung der Förderungen durch die Regierung stehen dem AMS Burgenland für 2019 rund 34 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. „Das ist weniger als 2018, aber für die wichtigsten Maßnahmen und Zielgruppen ist genug Geld vorhanden“, sagt Breithofer.

Die burgenländischen AMS Experten haben noch einen weiteren Grund zum Jubeln. Bei einer Kundenbefragung im dritten Quartal stellte sich heraus, dass das hiesige Arbeitsmarktservice zu den am bestbewertetsten des Landes gehört. Mit 80,4 Prozent ist die Gesamtzufriedenheit im Bundesländervergleich die höchste in Österreich: 96,4 Prozent loben das „hervorragende Gesprächsklima“. 83,6 Prozent sind der Meinung, das AMS sei „top bei der Stellensuche“. Auch die Berater wurden von den Kunden gut bewertet – mit 79,7 Prozent wird ihnen das höchste Vertrauen geschenkt – und 89,6 Prozent loben den „guten Umgangston“ der AMS-Berater.

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