© SITAR PETER/Sitar Peter

Chronik Burgenland
12/05/2011

Abwanderung wurde gestoppt

Nach Jahren ist die Bevölkerungszahl nun konstant. Zuwanderer kommen aus der Umgebung und auch aus Ungarn.

von Peter Sitar

Wir haben bis zu 600 Zugriffe auf unsere Homepage - täglich." Nicht ohne Stolz verweist der Leiter des Gemeindeamtes Rechnitz, Reinhard Tangl, auf den Erfolg der Seite, die unter www.rechnitz.at im Netz zu finden ist. Viele Rechnitzer, die in Wien oder woanders leben, informieren sich online über das Geschehen in der Heimat.

Dazu bietet die gut gestaltete Homepage zahlreiche Möglichkeiten. Man versuche sie so aktuell wie möglich zu halten und nutze sie auch als Plattform für die Ankündigung von Veranstaltungen sowie ein umfangreiches Bürgerservice.

Und es tut sich einiges in Rechnitz. So konnte während der Ferien die Sanierung der Neuen Mittelschule abgeschlossen werden. "Die Sanitäranlagen wurden erneuert, der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht", berichtet Bürgermeister Engelbert Kenyeri, SP, stolz. Im kommenden Jahr sollen die Volks- und die Musikschule saniert werden.

Erfolg 

Glücklich ist man in Rechnitz darüber, dass es nun nach Jahren der Abwanderung gelungen ist, die Bevölkerungszahl zu stabilisieren. Seit zwei Jahren hält man bei rund 3120 hauptgemeldeten Personen. "Teilweise ziehen die Menschen aus den Dörfern der Umgebung zu uns, und in einem geringen Ausmaß siedeln sich auch schon Ungarn bei uns an", erzählt Kenyeri.

Jahrzehntelang lag seine Gemeinde direkt am Eisernen Vorhang. Seit 1989 ist dieser Geschichte, nicht aber die Grenze in den Köpfen, wie der Bürgermeister weiß: "Es wird noch ein bis zwei Generationen dauern, bis das alte Miteinander, wie es das früher gegeben hat, wieder entsteht."

Zaghafte Annäherungen gibt es bereits. So versuchen Ungarn, wirtschaftlich auch in Rechnitz Fuß zu fassen, sei es im Frisörgewerbe, als Masseure oder im Pflegebereich. "Es wird sicher nicht mehr lange dauern, da werden auch Baufirmen kommen."
In Bau befindet sich derzeit das neue Pflegeheim, das wegen seines Standortes gegenüber der Neuen Mittelschule nicht unumstritten war. Es soll mit 75 Betten Ende 2012 in Betrieb gehen.

Ein großes Thema ist für die Naturparkgemeinde Rechnitz der sanfte Tourismus. Neben zahlreichen Wanderwegen und den Buschenschenken in den Weinbergen punktet man vor allem mit dem Badesee am Fuß des Geschrieben-steins.

Im Rechnitzer Gemeinderat steht es derzeit 14 SP zu 9 VP. Zwar stehen die Beschlüsse der Gremien noch aus, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird Engelbert Kenyeri im Oktober 2012 wieder als Bürgermeister kandidieren.

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