31-Jährige wegen Mordverdacht verhaftet

In Mattersburg spürte die Polizei nach langem Versteckspiel eine mutmaßliche Mörderin auf. Sie soll ihren Stiefvater getötet haben.

Für eine 31-Jährige Slowakin klickten nun in Mattersburg die Handschellen. Die Frau soll im Jahr 2008 gemeinsam mit ihrer Mutter ihren Stiefvater getötet haben. Die 31-Jährige sei laut Sicherheitsdirektion Burgenland auch bereits von einem Gericht in Nitra, Slowakei, in Abwesenheit rechtskräftig verurteilt worden. Doch während die Mutter bereits in der Slowakei eine Haftstrafe absitzt, tauchte die Tochter gleich nach der Tat unter.

Haftbefehl

"Es gab einen europäischen Haftbefehl gegen die 31-Jährige. Durch eine Meldeauskunft im Zentralen Melderegister wurde die Gesuchte schließlich in Mattersburg aufgespürt", sagt ein Beamter der Sicherheitsdirektion Burgenland im Gespräch mit dem KURIER.

Die Frau sei in Mattersburg gemeldet gewesen und habe dort auch seit einigen Jahren - allerdings unter neuem Namen - unerkannt gelebt, heißt es. Die Frau habe geheiratet und sich eine neue Identität zugelegt.

Wie jetzt bekannt wurde, endete vergangenen Donnerstag das Versteckspiel der 31-Jährigen. Die Beamten haben die Frau in ihrer Wohnung in Mattersburg verhaftet. Sie habe sich laut Polizei widerstandslos festnehmen lassen.

Justizanstalt

Die Slowakin wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Bei einer Einvernahme habe die Frau den Mord auch gestanden. Das Motiv für die Bluttat war angeblich die Tatsache, dass die Mutter einen Geliebten hatte.

Laut Auskunft der Sicherheitsdirektion Burgenland könnte für die 31-Jährige ein Auslieferungsantrag von der Slowakei gestellt werden.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011