über den Rücktritt von KAV-Chef Janßen
03/20/2017

Beruhigungspille

Häupl und Frauenberger verpassen den Genossen eine Beruhigungspille und treffen eine längst überfällige Personalentscheidung.

von Josef Gebhard

Es ist sich gerade noch ausgegangen: Rechtzeitig vor der SPÖ-Klubklausur und dem Landesparteitag verpassen Bürgermeister Michael Häupl und Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger den zuletzt aufmüpfigen Genossen eine Beruhigungspille und treffen eine längst überfällige Personalentscheidung. Nach einer Serie von Pannen und Missständen muss der glücklos agierende Direktor der Gemeindespitäler (KAV), Udo Janßen, seine Koffer packen.

Allzuviel dürfen sich Häupl und Frauenberger aber von ihrer Notfall-Therapie nicht erwarten. Die Probleme im KAV sind zu groß und zu vielschichtig, als dass sie allein mit dem Rauswurf des unbeliebten Managers aus Deutschland beseitigt wären. Und schwieriger als Janßen rauszuwerfen, wird es sein, einen passenden Nachfolger zu finden. Er sollte ein Arzt sein, um unter den KAV-Medizinern Anerkennung zu finden, stellte die streitbare Ärztekammer gleich klar. Er sollte sich im Dickicht des größten Spitalsträgers Österreichs auskennen, gleichzeitig aber nicht in die zahllosen internen Missstände verstrickt sein.

Michael Häupl wird also noch beweisen müssen, dass seine Beruhigungspille mehr als nur ein Placebo ist.

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