Chronik
25.05.2017

Burkini-Aktion schlägt Wellen

Das Wiener Badeschiff wollte mit freiem Eintritt für Burkini-Trägerinnen ein Zeichen setzen.

Der KURIER-Bericht über den freien Eintritt für Frauen im Burkini beim Besuch des Wiener Badeschiffes beim Donaukanal sorgt für gehörige Wellen. Nachdem auch zwei Boulevardmedien die Geschichte sogar als "Top-Story des Tages" übernahmen, folgte im Netz ein gewaltiger Shitstorm.

Zahlreiche Islam-Hasser ließen dabei ihrem Ärger auf allen Kanälen Luft. Auf diversen Bewertungsplattformen wurde der Bewertungsdurchschnitt durch schlechte Noten gesenkt, am Donnerstag gab es plötzlich eine dreistellige Zahl an negativen Bewertungen auf Facebook. Manche der Kommentare auch auf Medienseiten dürften den Tatbestand der Verhetzung erfüllen.

Statement auf Facebook

Das Kuriose daran: Den Gratiseintritt für Frauen im Burkini gab es schon im Vorjahr, doch es nutzte niemand aus. Das Badeschiff veröffentlichte deshalb am Donnerstag ein Statement auf Facebook: "Das Badeschiff ist seit jeher ein Ort der unterschiedlichsten Kulturen – unaufgeregt, offen und neugierig auf die Welt. Dem Badeschiff sind gesellschaftliche Minderheiten nicht egal – als öffentliche Institution hat es Meinung und wird diese auch bei Gegenwind vertreten. Im Fall der Burkini-Debatte geht es dem Badeschiff ausschließlich um das Eintreten für persönliche Freiheitsrechte. Die Reaktionen auf das Gratisangebot zeigen, dass die Debatte über persönliche Freiheitsrechte, Minderheitenschutz geführt werden muss - mehr denn je!"

Weiters wurde darauf hingewiesen, dass "mit Ausnahme der Burkini-Kundgebung aus dem Jahr 2016 keine Burkini-Trägerinnen am Badeschiff gesehen wurden. Die mediale Inszenierung dieser Fiktion ist kein Beitrag zur Debatte, die zu führen ist, weil sie keine Meinung hat und auf Vorurteile abzielt."

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