© Werner Bühlmann / Atlantis/Orell Füssli Verlag

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12/05/2011

Nostalgie: Ra-Ru-Rick, ein neuer Barba-Trick!

Seit 1970 sind sie Weltstars. Die Barbapapas sind so liebenswert, dass sie einfach nicht aus der Mode kommen. Jetzt sind zwei neue Bücher erschienen.

von Susanne Lintl

Barbapapa steht vor einem brennenden Haus. Die Barbas im Haus sind in Panik. Er fackelt nicht lange: Mit einem herzhaften "Ra-Ru-Rick Barbatrick" formt er seinen dicken, rosa Körper zu einer Leiter und rettet alle. Barbapapa, der Held.

Oder seine Suche nach einer netten Barbamama: Wie er bis ans Ende der Welt reist, um diese zu finden, sogar ins Weltall - und sie schließlich zu Hause, in seinem Garten findet. Schwarz gekleidet, elegant, mit zuckersüßem Wimpernaufschlag - sieben Kinder sind die Folge.

2007 neu aufgelegt

Schöne Erinnerungen. Für die Kinder der 70er-Jahre waren die Barbapapas ständige, liebenswerte Begleiter. Bunte, knuddelige Fantasiewesen, die nie bösartig waren und sich in alles verwandelten, was man selber gern gewesen wäre, gebraucht oder gern gehabt hätte. "Die Barbapapas sind einfach sympathische Wesen", erklärt Hans ten Dornkaat, der Programmleiter des Schweizer Atlantis Verlags, der die Kultfiguren vor ein paar Jahren wiederbelebt hat, das Phänomen. "Die Kinder, die sich in den Siebzigerjahren daran erfreuten, sind heute Eltern und suchen die richtigen Bücher für ihren Nachwuchs. Da kamen wir an den Barbapapas nicht vorbei." Seit 2007 erscheinen die Bilderbücher nun wieder nach langer Pause in deutscher Sprache - mit großem Erfolg.

Die Geschichte der Barbapapas ist kurios: Ende der Sechzigerjahre lernten einander in Paris die französische Architekturstudentin Annette Tison und der amerikanische Biologielehrer Talus Taylor kennen. Das ungleiche Paar schuf sich Projektionsfiguren für seine eigene große Liebe und seine zutiefst humanistischen Einstellungen: Als 1970 der erste Band der "Barbapapas" erschien, mochten die Leser die drolligen, bunten Wesen mit Hang zu Umweltschutz und Vierbeinern auf Anhieb. Rasch wurden sie auch international bekannt: Die Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Scheue Barba-Eltern

Die beiden Schöpfer der Barbapapas waren mit dem sie überrollenden Ruhm völlig überfordert: Sie zogen sich verschreckt zurück, traten nirgends auf, gaben keine Interviews. Sie blieben Phantome hinter ihren Figuren. Fotos der beiden existieren kaum - und wenn, dann sind sie uralt. Annette Tison starb im vergangenen Jahr, Talus Taylor lebt zurückgezogen in Paris. Wo genau, das weiß nur sein Verleger, und der ist zu eisernem Schweigen verpflichtet.

Das nun erschienene Karton-Spielhaus (€17,40) ist ein nostalgisches Geschenk für die Eltern und ein originelles für die Kinder: Aufgeklappt ist es 1,35 Meter lang, jedes der neun Barba-Familienmitglieder ist zugleich Spielfigur und Pappbüchlein. In den 12-Seiten-Kompendien erzählen der sportliche Barbawum, Tierfreund Barbakus, der musikalische Barbalala, die lesesüchtige orange Barbaletta, der strubbelige schwarze Barbabo, die schöne Barbabella und der obergescheite Barbarix von ihren Abenteuern.

Und weil den Barba-Fans der Stoff nicht ausgehen soll, gibt es auch gleich das nächste Bilderbuch: In "Barbapapa feiert Weihnachten" (ebenfalls aus dem Atlantis/Orell Füssli Verlag, € 9,20) erfüllt Barbapapa den Kindern deren Wunsch nach einem prächtigen Christbaum auf seine ganz eigene Art.

Sie sind Kult: Die Zuckerwatte-Helden

Immer freundlich: Der Name der Barbapapas leitet sich von "Barbe à papa" ab, dem französischen Wort für Zuckerwatte. Wie die klebrige, luftige Masse können auch sie ihre Form leicht verändern.

Die Barbapapas tun dies vorwiegend, um Menschen und Tieren zu helfen, wo sie können.
Dem breiten Publikum wurden die Barbapapas als Serienstars im Fernsehen bekannt. Die Staffeln der Zeichentrickserie sind inzwischen unter dem Titel "Barbapapa Classics" auf DVD erhältlich. Legendär ist der Refrain des Titelsongs: "BarbapapaBarbamamaBarbabellaBarbalettaBarbarixBarbawumBarbaboBarbakusBarbalalaaa".

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