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05.12.2011

Mitch Winehouse: "Amy war glücklich"

Der Vater von Amy Winehouse sprach in einer bewegenden Laudatio über seine Tochter und den letzten Abend. Sie soll seit drei Wochen nichts mehr getrunken haben.

Mitch Winehouse, der Vater von Amy, erklärte in seiner Laudatio, dass Amy kurz vor ihrem Tod glücklicher als je zuvor gewesen sei. In Reg Traviss habe sie die Liebe ihres Lebens gefunden und wollte mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufbauen.

Ebenfalls erzählte er, dass sie ihm vor kurzem sagte: "Dad, ich habe genug vom Trinken. Ich kann den Blick von dir und der ganzen Familie nicht mehr ertragen."
Amy soll hart an sich und ihrem Alkoholproblem gearbeitet haben und gerade drei Wochen abstinent gewesen sein. Mitch sagte auch: "Vor drei Jahren hat Amy ihre Drogen-Abhängigkeit besiegt. Die Ärzte haben gesagt, das sei unmöglich, aber sie hat es geschafft."

Wichtig war ihm zu betonen, dass sie nicht depressiv war, sondern glücklich gestorben ist. Das mache ihm und der Familie den Abschied leichter.

Auch den letzten Abend beschrieb Mitch. Demnach spielte Amy in ihrem Zimmer Schlagzeug und sang. Als es spät wurde, forderte ihr Security sie auf, etwas leiser zu sein - was sie auch tat. Er hörte sie anschließend noch eine Weile im Zimmer herumgehen. Als er am Morgen nach ihr sah, dachte er, sie würde noch schlafen. Ein paar Stunden später sah er erneut nach ihr und bemerkte, dass sie nicht mehr atmete und rief die Rettung.

Mitch Winehouse will jetzt im Namen von Amy eine Stiftung einrichten, die unter anderem Drogenkranken den Zugang zu Therapien ermöglichen soll. Sofern man nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, muss man in England zwei Jahre auf einen Therapieplatz warten.

Letzte Ehre für Amy Winehouse

Familie und Freunde von Amy Winehouse haben sich am Dienstag zur Beerdigung der Sängerin auf einem Friedhof im Norden von London versammelt. Die Feier auf dem jüdischen Friedhof fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Neben Kamerateams und Fotografen warteten nur wenige Fans vor dem Edgwarebury Cemetery. Die Familie hatte um Privatsphäre für die Beisetzung gebeten.

Zu den Gästen gehörten auch Prominente aus dem Musikgeschäft, unter anderem Kelly Osbourne, Tochter von Musiker Ozzy Osbourne, und der Produzent Mark Ronson. Die Familie Winehouse ist jüdischen Glaubens. Sie hatte keine Einzelheiten zu der Beerdigung bekanntgegeben.

Todesursache: Autopsie brachte noch kein Ergebnis

Mehrere Medien hatten berichtet, der Körper von Winehouse solle verbrannt werden. Zum Ablauf der Trauerfeier war zunächst nichts bekannt.

Die 27 Jahre alte Winehouse war am Samstag tot in ihrer Wohnung in London gefunden worden. Sie war mit dem Album "Back to Black" bekanntgeworden und hatte seit langem Probleme mit Drogen und Alkohol. Die Ursache ihres Todes wird nach Angaben der Polizei frühestens in zwei bis vier Wochen feststehen. Eine Obduktion der Leiche hatte am Montag keine eindeutigen Ergebnisse gebracht. Nun müssten die Resultate der toxikologischen Untersuchungen abgewartet werden, hieß es.

"Sun": Familie glaubt nicht an Überdosis

Die Spekulationen um ihre Todesursache und die Beerdigung füllten weiter die Boulevardblätter. So hieß es in der Sun, Amys Familie glaube nicht, dass sie an einer Überdosis gestorben sei. Stattdessen soll sie einen Herzinfarkt gehabt haben - ausgelöst durch eine Herzkrankheit und zu viel Alkohol, berichtete das Blatt.

Zitiert wurde auch Amys Ex-Freund Reg Traviss, der im Interview mit der Sun gesagt haben soll, der Sängerin sei es zuletzt ausgesprochen gut gegangen: "Sie war zuletzt voller Lebensfreude und gut gelaunt; sie machte jeden Tag Sport und Yoga." Amys Asche solle mit der ihrer geliebten Großmutter Cynthia vermischt werden, die 2007 an Krebs gestorben war, berichtete das Blatt weiter.

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