Legendäres Bond-Auto brachte 3 Mio. Euro

Der silberne Aston Martin mit Spezial-Ausstattung aus den James-Bond-Filmen mit Sean Connery wechselte in London den Besitzer.

Eines der berühmtesten Autos der Welt kam am Mittwoch in London "unter den Hammer": der silberfarbene Aston Martin, mit dem Sean Connery als James-Bond-Darsteller in "Goldfinger" unterwegs war. ... Der im Film von Geheimdienst-Bastler "Q" liebevoll präparierte Sportflitzer wechselte am Mittwochabend für 2,6 Millionen Pfund (das sind 2,97 Millionen Euro) den Besitzer.
Der Aston Martin mit der speziellen Geheimdienst-Ausstattung war die Attraktion bei einer großen Oldtimer-Versteigerung in London, bei der zusammen mit über 100 weiteren Klassikern auch der alte Lamborghini von Rockmusiker Rod Stewart für mehr als 600.000 Pfund wegging. Connery fuhr den Wagen in den beiden Kult-Bond-Abenteuern "Goldfinger" (1964) ... ... und "Feuerball" (1965). Das Super-Auto ist eines von zwei Fahrzeugen, die in den beiden Filmen benutzt worden sind. Das zweite Exemplar existiert nicht mehr. Der Schätzpreis für das 235 Stundenkilometer schnelle 282-PS-Geschoß mit Vier-Liter-Maschine lag nach Angaben von Auktionator Peter Haynes bei 3,5 Millionen Pfund (rund vier Millionen Euro). Bei dem fahrbereiten und für den Straßenverkehr zugelassenen Wagen des Baujahrs 1964 sind alle Extras aus den Filmen original erhalten. Dazu gehört freilich das Maschinengewehr hinter dem Blinker (natürlich eine Attrappe) ... ... Radarschirm, Schleudersitz, Nagelwurfmaschine und das hier abgebildete Teufelszeug zum Aufschlitzen feindlicher Autoreifen (hoffentlich nicht funktionstüchtig). So mancher Autofahrer dürfte sich auch dieses Gimmick für den Straßenverkehr zum Übertölpeln von Radarfallen wünschen: ... Ein rotierendes Nummernschild ... ... macht in der gegenwärtigen Ausstattung des Fahrzeugs aus dem weißen Kennzeichen ein schwarzes mit der Aufschrift "JB 007". Zum Einkaufen eignet sich das ungewöhnliche Dienstfahrzeug wohl weniger. Denn im Kofferraum sind die Kartuschen für den Nebelwerfer verbaut. So sieht das Cockpit des legendären Aston Martin mit der Original-Registriernummer FMP 7B aus: Man erkennt das Radar, die Bedienelemente in der Mittelkonsole und ein frühes Autotelefon - wie man es sich 1864 vorgestellt hat. Der Verkäufer, US-Radiomoderator Jerry Lee (im Bild), sagte: "Ich bin ein bisschen traurig." Er hatte das Auto, das er 1969 für 12.000 Dollar direkt vom Werk gekauft hatte, 41 Jahre lang in seinem hauseigenen James-Bond-Showroom präsentiert. Der Erlös soll seiner Jerry-Lee-Stiftung zugutekommen, die sich für den Abbau von Kriminalität und den Zugang zu Bildung einsetzt.


Im Bild ist die Platte aus Panzerstahl ausgefahren, die James Bond vor Gewehrkugeln schützen soll. Ein Detail für Original-Bond-Puristen: In Ian Flemings Romanvorlage für "Feuerball" fährt der Geheimagent eigentlich gar keinen Aston Martin, sondern ... ... einen umgebauten, schlachtschiffgrauen Bentley R-Type Continental. Durch den publikumswirksamen Einsatz in den Bond-Filmen wurde der Aston Martin DB5 allerdings im kollektiven Gedächtnis zu dem Bond-Auto. Das coolste Bond-Auto der Siebziger war dieser Lotus Esprit. Der von Roger Moore in "Der Spion, der mich liebte" (1977) gesteuerte Sportwagen war im Film sogar unterwassertauglich. Er wurde 2008 von einem Sammler aus den USA für 111.500 Pfund (damals 131.500 Euro) bei einer Auktion erworben. Der Auktionspreis für den Aston Martin DB5 lag mit knapp drei Millionen Euro deutlich darüber, obwohl die erhofften 4 Millionen Euro nicht ganz erreicht wurden.
(APA,dpa,apn, red. / tem) Erstellt am
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