Bis heute wurden 1,2 Milliarden Hefte verkauft. Das Geschäft mit dem wöchentlich erscheinenden Magazin sei stabil, heißt es beim Egmont Ehapa Verlag in Berlin. Eine gut erhaltene "Micky Maus"-Erstausgabe hat inzwischen einen Sammlerwert von rund 13.000 Euro.

© Deutsch Gerhard

Buzz
02/29/2012

"Freu!": Ein Museum für Erika Fuchs

Das war auch höchste Eisenbahn: Die Micky Maus-Übersetzerin Erika Fuchs bekommt in Oberfranken ihr eigenes Museum.

Jauchz!" oder "Freu!", würden die Comic-Helden Micky Maus und Donald Duck wohl sagen: Die Übersetzerin Erika Fuchs, erste Chefredakteurin der deutschsprachigen "Micky Maus"-Hefte, bekommt in der oberfränkischen Stadt Schwarzenbach a.d. Saale ein eigenes Museum. Fuchs, 2005 gestorben, lebte viele Jahre in dem Ort im Landkreis Hof. Im Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen.

Erika Fuchs hat Micky Maus und Donald Duck eine deutsche Stimme verliehen. Ihre Comic-Ausdrücke wie "Ächz" und "Uff" sind Teil des deutschen Wortschatzes geworden. Über ihre Sprachschöpfungen, Übersetzungen und Literaturanspielungen ("Dem Ingeniör ist nichts zu schwör"), wurden wissenschaftliche Abhandlungen geschrieben.

Erika Fuchs gab Micky Maus und Donald Duck eine Stimme

Fuchs wurde 1906 in Rostock geboren. 1926 machte sie Abitur - als erstes Mädchen auf dem Knabengymnasium von Belgard in Pommern. Danach studierte sie Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. 1932 heiratete sie den Ingenieur Günter Fuchs (1907-1984), mit ihm zog sie 1933 nach Schwarzenbach a.d. Saale.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Fuchs zunächst als Übersetzerin der deutschen "Reader`s Digest"-Ausgabe. 1951 begann sie ihre Übersetzungsarbeit für "Micky Maus" und wurde erste Chefredakteurin der deutschsprachigen Ausgabe.

Ihre Übersetzungen gelten als eigenständige Sprachschöpfungen. Fuchs flocht auch immer wieder Zitate aus literarischen Klassikern in die Comics ein. "Man kann gar nicht gebildet genug sein, um Comics zu übersetzen", sagte sie einmal - und verteidigte das Genre somit gegen Skeptiker und kritische Stimmen, die in den Comics einen Verfall deutscher Sprache und Kultur erkannt haben wollten. 1988 ging Erika Fuchs in den Ruhestand; 2005 starb sie in München.

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