Biopics: Wenn Schauspieler Musiker spielen

Borat wird Freddie Mercury, Val Kilmer war Jim Morrison und für Bob Dylan brauchte es gleich sechs Darsteller: Musiker-Filme im Überblick.

Die Biografien von großen Musikern waren in Hollywood schon oft die Vorlage für Filme. Egal ob Jazz-, Rock-, Punk- oder Chansons-Musiker, verfilmt wird genreübergreifend.

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Sacha Baron Cohen - Freddie Mercury (tba)

Eigentlich ist er bekannt für Parodien und Komödien. Sacha Baron Cohen ist einmal ein kasachischer Journalist mit antisemitischem und chauvinistischem Gedankengut und ein anderes Mal als homosexueller österreichischer Modejournalist für den Fernsehsender OJRF (Österreichischer Jungen-Rundfunk). Jetzt soll er in die doch eher ernsthafte Rolle des Freddie Mercury schlüpfen und damit eine der schillerndsten Figuren der Rockmusik verkörpern. Der Film soll 2012 in die Kinos kommen. Joaquin Phoenix – Johnny Cash ("Walk the Line")   

Mit der Rolle des Johnny Cash in "Walk the Line" wurde Joaquin Phoenix 2005 endgültig zum Superstar in Hollywood. An der Seite von Reese Witherspoon als June Carter, Cashs große Liebe, überzeugte Phoenix Fans und Kritiker gleichermaßen. Witherspoon erhielt 2006 den Oscar als beste Hauptdarstellerin und für vier weitere Oscars wurde "Walk the Line" nominiert. Ebenfalls konnte der Film drei Golden Globes einheimsen. Kristen Stewart – Joan Jett ("The Runaways")

2010 machte Kristen Stewart Pause von der "Twilight"-Saga und schlüpfte in die Rolle der Joan Jett. "The Runaways" basiert auf der Autobiographie von Cherie Curries, ihres Zeichens Sängerin der Band und zeigt die Kindheit von Curries, den Aufstieg zum Ruhm und ihren Kampf gegen die Drogen- und Alkoholsucht. Hierzulande schaffte es der Film leider nicht in die Kinos, sondern wurde direkt als DVD veröffentlicht. Angela Bassett – Tina Turner ("What’s love got to do with it")

Angela Bassett verkörpert in "What’s love got to do with it" Tina Turner. Der unter der Leitung von Brian Gibson entstandene Film über die teilweise tragische Geschichte von Tina Turner stammt aus dem Jahr 1993. Beleuchtet wird vor allem ihre Kindheit und die Details des Missbrauchs ihres ihres Mannes und Musik-Partner Ike Turner. Cate Blanchett – Bob Dylan ("I’m not there")

In die Rolle des Bob Dylan schlüpften 2007 gleich sechs Schauspieler bzw. braucht es sechs Schauspieler, damit alle Facetten von Bob Dylans Charakter filmisch dargestellt werden konnten. Besonders beeindruckend ist dabei die Darstellung von Cate Blanchett als Bob Dylan. Aber auch … … Richard Gere, … … der 2008 verstorbene Heath Ledger, ... ... Christian Bale, ... … Marcus Carl Franklin und … … Ben Whishaw brillierten in ihren Rollen. Sam Riley – Ian Curtis ("Control")

Sam Riley gelang es in der nicht ganz einfach zu spielenden Rolle als Ian Curtis zu überzeugen. Der im Jahr 2007 veröffentlichte Film "Control" erzählt die Geschichte der Post-Punk-Band Joy Division bis zum Tod von Curtis nach. Star-Fotograf Anton Corbijn verfilmte das Leben des Genies und Epileptikers in Schwarzweiß. Riles wächst in seiner Rolle zu einem perfekten Darsteller von Curtis und intonierte dabei sogar die meisten im Film zu hörenden Songs selbst. Gary Oldman – Sid Vicious ("Sid and Nancy")

Gary Oldman verkörperte 1986 den Bassisten Sid Vicious von der legenden Punkband Sex Pistols im Spielfilm "Sid and Nancy". Basierend auf dem gleichnamigen Buch wird die "Liebe" zwischen Sid Vicious und dem Groupie Nancy Spungen dargestellt. Diese Liebe war besonders von Drogen, Alkohol und Musik geprägt und endete mit der Ermordung von Nancy. Bevor Sid Vicious vor Gericht gestellt werden konnte, starb er an einer Überdosis Heroin. Val Kilmer – Jim Morrison ("The Doors")

Oliver Stone versuchte 1991 die Geschichte der Doors und besonders das Leben von Sänger Jim Morrison filmisch darzustellen. Von einer exakten Darstellung der Ereignisse und der Personen kann jedoch keineswegs die Rede sein. Allerdings brilliert Val Kilmer als Jim Morrisson und stellt die Popikone der 60er Jahre realistisch dar. Auch eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Kilmer und Morrison kann nicht abgesprochen werden. Heike Makatsch – Hildegard Knef ("Hilde")

Heike Makatsch schlüpfte 2009 in die Rolle der Sängerin Hildegard Knef, eine Frau, die schon als "deutscher Weltstar", "Skandalweib" und "Nazi-Schlampe" bezeichnet wurde. Die Kritiker sind sich nicht ganz einig über den Film. So viel kann man aber sagen: Makatsch gibt sich Mühe, doch die Regie von Kai Wessel kann da nicht mithalten. Aaron Johnson – John Lennon ("Nowhere Boy")

Als 19-jähriger durfte Aaron Johnson 2009 John Lennon in der Filmbiografie "Nowhere Boy" verkörpern. Der Film thematisiert die frühen Jahre des Pilzkopfes und erzählt gleichzeitig die Entstehungsgeschichte einer der erfolgreichsten Musikgruppen. Das Drehbuch basiert auf der Biografie "Imagine This: Growing Up With My Brother John Lennon" von  Julia Baird, der Halbschwester Lennons. Tom Hulce – Wolfgang Amadeus Mozart ("Amadeus")

1984 brachte Milos Forman das Theaterstück "Amadeus" auf die Leinwand. Darin wird das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart aus der Sicht des Wiener Hofkomponisten Antonio Salieri gezeigt. Tom Hulce spielte die Rolle des Mozarts und F. Murray Abraham die des Salieri. Der Film wurde mit positiven Kritiken und Preisen überhäuft, darunter acht Oscars und vier Golden Globes. Marion Cotillard – Edith Piaf ("La Vie En Rose")

Wer Edith Piaf sagt, der muss auch französische Chansons sagen. Jahrzehnte nach dem Tod von Piaf wurde ihr Leben verfilmt. In der Hauptrolle Marion Cotillard, die nicht nur die Sonnenseiten der berühmtesten Sängerin Frankreichs, sondern auch die tragischen Momente einer gebrochenen Frau eindrucksvoll zu spielen weiß. Jamie Foxx – Ray Charles ("Ray")

Ein besonders Juwel der Biopics findet sich im Drama "Ray" in dem Jamie Foxx als Ray Charles zu sehen ist. Beginnend bei der Kindheit von Ray Charles Robinson befasst sich der Film mit seiner Erblindung, seinem Aufstieg, seiner Heirat und Liebschaften und mit seiner Heroinsucht. Der Film endet mit seiner Entziehungskur 1970. Das besondere an diesem Film ist, dass er von Ray Charles persönlich begleitet wurde und somit als einigermaßen realistisch angesehen werden kann. Charles selbst starb kurz vor Ende der Dreharbeiten und konnte deshalb den kompletten Film nicht mehr im Kino erleben. Forest Whitaker – Charlie "Bird" Parker ("Bird")

Clint Eastwood zeigt sich für die Filmbiografie des legendären Jazz-Saxophonisten Charlie "Bird" Parker verantwortlich. Verkörpert wurde "Bird" im gleichnamigen Film von Forest Whitaker. Eastwood gewann 1989 für seine Regiearbeit den Golden Globe und der Film einen Oscar für den besten Sound. Kevin Spacey – Bobby Darin ("Beyond the Sea")

Auch Kevin Spacey verkörperte schon einen Musikstar. Und zwar den Sänger, Entertainer und Schauspieler Bobby Darin. "Beyond the Sea – Musik war sein Leben" nennt sich der Film und Spacey war nicht nur für die Hauptrolle, sondern auch für die Regie und Drehbuch verantwortlich. Ebenfalls sang und tanzte Spacey in jeder Szene selbst. Damit durfte er sich auch über eine Golden Globe-Nominierung freuen.
(KURIER.at / moe, mawe) Erstellt am
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