Engagement der Pensionskassen im Wohnbau gefordert

Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Aufsichtsrat beim Österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen. Bildnachweis: Peroutka, Abdruck honorarfrei.
Bundesobmann der ARGE Eigenheim weist auf sichere Veranlagung hin

„Die heimischen Pensionskassen verwalten laut jüngsten Zahlen ein Vermögen von knapp 22 Milliarden Euro. Die erzielte Performance lag Ende 2018 bei minus 5,18 Prozent. Würden sie einen Teil in den geförderten Wohnbau in Österreich investieren, hätten sie dafür eine Verzinsung zwischen 3,5 und fünf Prozent, je nach Zinsenlandschaft. Das wäre eine sichere Veranlagung und die gemeinnützigen Wohnbauträger könnten damit dringend benötigten Wohnraum schaffen, den wir vor allem auch für mehr Betreutes Wohnen dringend brauchen“, so Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Aufsichtsrat beim Österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen.

Struber kann sich einen Einsatz von bis zu zehn Prozent des Veranlagungsvermögens für den gemeinnützigen Wohnbau gut vorstellen. „Das ist durchaus sinnvoll. Damit hätten wir auf einen Schlag zusätzlich mehr als einhundert Millionen Euro pro Jahr für die Schaffung von gefördertem Wohnraum“, so Struber, der darauf verweist, dass vor allem die Realisierung von Modellen für „Wohnen im Alter“ aufgrund der demographischen Altersentwicklung immer wichtiger werden. Laut Statistik Austria werden in Österreich 2030 rund 9,3 Millionen Menschen leben. Knapp ein Viertel davon wird älter als 65 Jahre sein. „Dieser Entwicklung müssen wir Rechnung tragen und rechtzeitig mit geeigneten Wohnformen fürs Alter vorsorgen. Denn ältere Menschen sollten die Möglichkeit haben, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Gelingt das nicht, wird die Nachfrage nach Senioren- und Pflegeheimen extrem ansteigen und die Kosten für die öffentliche Hand werden explodieren“, warnt Christian Struber.

www.argeeigenheim.at

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