Aus für Bleischürzen bei Röntgen & CT bringt Vorteile für Patientinnen und Patienten

Aus für Bleischürzen bei Röntgen & CT bringt Vorteile für Patientinnen und Patienten / Fotocredit: Ferdinand Schlick
Berufsfachverband für Radiologietechnologie Österreich – rtaustria startet Info-Offensive – Untersuchungen nun noch genauer, sicherer und schneller

Die klassische Bleischürze bei bildgebenden Verfahren wie bei Röntgen- und CT-Untersuchungen hat ausgedient. Möglich machen dies moderne Geräte, digitale Bildauswertung und kompetente Radiologietechnologinnen und -technologen. Der Berufsfachverband für Radiologietechnologie Österreich informiert Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Info-Offensive über die Neuerung und deren Vorteile.

Die Präsidentin des Berufsfachverbands rtaustria, Sabine Weissensteiner, MA erklärt die Vorteile, die mit dem Abschied von der Bleischürze verbunden sind: „Dank des technologischen Fortschritts braucht es für die Untersuchungen heute weniger Strahlung als früher. Wir Radiologietechnologinnen und -technolgen können die Strahlung genauer dosieren, dadurch wird die Strahlenbelastung pro Untersuchung für Patientinnen und Patienten weniger. Die zu untersuchenden Körperregionen können wir zudem optimal eingrenzen. Durch Computerunterstützung sind kleinere Läsionen noch früher sichtbar. Insgesamt sind die Untersuchungen jetzt noch genauer, sicherer und schneller.“

Das Aus für die Bleischürze am Patienten kam im August 2023 im Rahmen einer gemeinsamen Empfehlung der fünf relevanten Fachgesellschaften für Strahlenschutz und Bildgebung in Österreich. Die Empfehlung erfolgte auf Basis internationaler Studien und Entwicklungen. Die Empfehlungen gelten für Spitäler ebenso wie für Röntgeninstitute. Lediglich beim Zahnarzt gibt es nach wie vor aus rechtlichen Gründen die Strahlenschutzschürze. Das Personal, das täglich im Strahlenbereich arbeitet, trägt weiterhin entsprechende Schutzkleidung.

Bei den Patientinnen und Patienten ist das Aus der Schürze jedoch noch nicht in den Köpfen angekommen. Der Berufsfachverband rtaustria ist sich bewusst, dass die Bleischürze für viele eine „gelernte Maßnahme“ ist und eine nicht zu unterschätzende psychologische Komponente hatte. „Es ist uns darum ein Herzensanliegen, Patientinnen und Patienten umfassend zu informieren und Gesundheitsberufe bei der Beantwortung sämtlicher Fragen zu unterstützen“, so Weissensteiner.

Info-Offensive rund um das Aus der Bleischürze startet

Präsentiert wurde die Info-Offensive beim „Österreichkongress für Radiologietechnologie“, der von 12.04. bis 13.04.2024 in Graz stattgefunden hat, knapp 600 Berufskolleginnen und -kollegen. Zu den Maßnahmen gehören Info-Plakate für Patientinnen und Patienten, Info-Karten, die Landingpage www.radiologietechnologen.at/strahlenschutz ein Erklär-Video in einfacher Sprache, der Podcast https://die-faszination-der-radiologie.podigee.io mit den Folgen „Die Schürze muss weg“, Informationsmaterialien für Radiologietechnologinnen und -technologen, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Gesundheitsberufe. „Ganz besonders wichtig ist uns natürlich, im persönlichen Gespräch etwaige Ängste ernst zu nehmen und verständlich und umfassend aufzuklären. Die Berufskolleginnen und Berufskollegen sind hier wirklich sehr engagiert“, betont die rtaustria-Präsidentin.

Über rtaustria – Berufsfachverband für Radiologietechnologie Österrreich

Der Berufsfachverband ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die radiologietechnologische Versorgung mit diagnostischen Untersuchungen und therapeutischen Behandlungen für die gesamte Bevölkerung in Österreich, sowie berufs- und bildungspolitische Maßnahmen für seine Mitglieder sicherzustellen. Radiologietechnologie verbindet Medizin mit Technik und Sozialkompetenz. Radiologietechnologen und Radiologietechnologinnen machen in der Diagnostik Unsichtbares sichtbar und behandeln mittels Strahlentherapie und Nuklearmedizin.

Kommentare