Sponsored Content
14.06.2018

Altenpflege im Umbruch

Führungskräftekongress am 14. und 15. Juni in Schladming zeigt Zukunftsperspektiven auf

Unter dem Titel „Wissen versetzt Berge“ steht der 15. Österreichische Kongress für Führungskräfte in der Altenpflege am 14. und 15. Juni 2018 im Congress Schladming, in der Steiermark. Rund 450 Heim- und Pflegedienstleitungen aus ganz Österreich setzen sich zwei Tage lang mit Zukunftsperspektiven im Bereich der stationären Altenpflege auseinander.

Veränderte Bedürfnisse der HeimbewohnerInnen, Änderungen der GuKG Novelle, Wegfall des Pflegeregresses, neues Erwachsenenschutzgesetz und weitere veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen sowie der stark steigende Bedarf an gut ausgebildetem Pflegepersonal in den nächsten Jahrzehnten machen deutlich: Österreichs Alten- und Pflegeheime sind mit einem großen Umbruch konfrontiert.

„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Mangelware geworden – und sind gleichzeitig das wichtigste Gut im Langzeitpflegebereich. Menschzugewandt zu führen und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen, wird immer wichtiger – zum Beispiel durch flexible Arbeitszeitmodelle, gesundheitsfördernde Maßnahmen und durch Unterstützung mit technischen Hilfsmitteln zur Arbeitserleichterung, Stichwort Robotik in der Pflege. Der Kongress in Schladming stellt einige dieser Zukunftsthemen in den Vordergrund und lädt zum Querdenken ein“, so Mag. (FH) Martin Falinski, Obmann der ARGE Heime Steiermark. Er betont, dass das Pflegekonsilium in der Steiermark der Startschuss war, um seit 20 Jahren zwar eine gravierende Erhöhung des Personalschlüssels zu erreichen, jedoch: „In allen Bundesländern, so auch in der Steiermark, braucht es deutlich mehr Ausbildungsplätze und engagierte und geeignete Menschen, die in der Pflege arbeiten möchten. Wir können nicht mehr alle vorhandenen Pflegeplätze anbieten, da nicht genügend Personal zur Verfügung steht“.

Für Jakob Kabas, MBA MAS, Obmann des Landesverbandes Altenpflege Steiermark, stehen die Themen Qualität in der Altenpflege und deren Finanzierbarkeit im Mittelpunkt und sind auch Themen des Kongresses. „Die Qualität spiegelt sich letztlich in der gefühlten Lebensqualität der betreuten Menschen wider. Was brauchen sie, um sich im Heim wie daheim zu fühlen? Hier gibt es seit nunmehr einem Jahrzehnt eine intensive Auseinandersetzung in vielen Häusern, die sich besonders in der Auszeichnung mit dem Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime (NQZ) ausdrückt. Aktuell sind 52 Häuser bzw. Wohngemeinschaften mit dem NQZ in Österreich ausgezeichnet, 12 davon in der Steiermark, darunter alle Häuser des Sozialhilfeverbandes Liezen“, zeigt Jakob Kabas auf. Auch zum Thema Finanzierung lädt der Kongress zum Querdenken ein und befasst sich u.a. mit Crowdfunding.

Markus Mattersberger, MMSc MBA, Präsident des Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs, betont, dass in Zeiten des Umbruchs nichts so wichtig ist, wie Wissen und Querdenken: „Hier bietet unser Kongress natürlich einen idealen Rahmen. Auch zum aktiven Netzwerken, um voneinander zu lernen und uns darüber auszutauschen, wie wir ein hohes öffentliches wie politisches Bewusstsein schaffen können, denn 2050 werden in Österreich dreimal so viele Menschen über 80 Jahre alt sein, als heute. Unsere Systeme sind jedoch noch nicht darauf vorbereitet. Wir benötigen eine große Ausbildungsoffensive, um genügend Personal zu finden, eine Attraktivierung des Pflegeberufes, denn er ist ein Beruf mit Zukunft und überhaupt ein Gesamtkonzept zum Thema Pflege und Betreuung im Alter. Das Regierungsprogramm lässt dringend notwendige Maßnahmen und ein zukunftstaugliches Konzept vermissen“.

Veranstalter des diesjährigen Altenpflege-Führungskongresses in Schladming sind Lebenswelt Heim, der Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs, die ARGE Heime Steiermark und der Landesverband Altenpflege Steiermark.

Kongresswebsite: www.wissen-versetzt-berge.at
Kongressbroschüre: www.wissen-versetzt-berge.at > Kongressbroschüre

Über die Veranstalter

Lebenswelt Heim, der Bundesverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, ist ein gemeinnütziger Verein und verbindet seit 1994 unter seinem Dach ca. 850 LeiterInnen von Alten- und Pflegeheimen mit insgesamt rund 42.000 MitarbeiterInnen. Auf europäischer Ebene ist Lebenswelt Heim Mitglied der European Association for Directors of Residential Care Homes for the Elderly (E.D.E.). Lebenswelt Heim ist Partner von „Alt sein und gut leben 2050“. Alle zwei Jahre veranstaltet der Bundesverband in Kooperation mit seinen Landes-ARGEn einen Führungskräftekongress in den Bundesländern. Ebenfalls in einem Zweijahresintervall vergibt Lebenswelt Heim den TELEIOS, Preis für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit in der österreichischen Altenpflege.
Weitere Informationen: www.lebensweltheim.at

Die ARGE Heime Steiermark – Verband der Steirischen Führungskräfte in der Long-Term Care ist ein gemeinnütziger Verein unter dem Dach des Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs „Lebenswelt Heim“. 1993 gegründet, verbindet die ARGE Heime Steiermark ca. 223 Heim- und Pflegedienstleitungen sowie Geschäftsführungen von privaten, öffentlichen und öffentlich gemeinnützigen Heimen in der Steiermark mit rund 13.000 Pflegeheimplätzen. Sie versteht sich als unabhängige Interessensvertretung der Heim- und PflegedienstleiterInnen, MitarbeiterInnen und BewohnerInnen der steirischen Heime und steht u.a. als Plattform zum Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Themen in der Steiermark und über österreichweite Aktivitäten zur Verfügung. Weitere Kernthemen sind die Qualitätsentwicklung in den steirischen Heimen, Networking, Wissensvermittlung (jährliche Tagungen wie aktuell z.B. zum Erwachsenenschutzgesetz) und Serviceangebote.
Weitere Informationen: www.arge-heime-steiermark.at

Der Landesverband Altenpflege Steiermark wurde im 2009 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein unter dem Dach des Bundesverbandes der Alten- und Pflegeheime Österreichs „Lebenswelt Heim“. Er zählt derzeit 19 Mitglieder mit insgesamt 34 öffentlich- rechtlichen Pflegeheimen und rund 3500 Pflegeheimplätzen. Darunter fallen die Sozialhilfeverbände der Steiermark, Gemeinden und Städte, sofern sie Träger von Pflegeheimen sind, die Landespflegezentren der KAGes sowie der steirische Gemeinde- und Städtebund, die eine Beratungsfunktion innehaben. Der Verband bezweckt eine Förderung des Erfahrungsaustausches und Zusammenarbeit der Mitglieder, eine aktive Beteiligung an der Bedarfs- und Entwicklungsplanung des Landes, eine aktive Beteiligung an den Verhandlungen zur Festsetzung der Tagsätze, Förderung von Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten aller Berufsgruppen sowie eine Verbesserung der Effektivität und Effizienz der Einrichtungen und der Qualität in den Einrichtungen. 2010 wurde eine Geschäftsstelle in Graz eingerichtet. Weitere Informationen: www.altenpflege-stmk.at