Chronik/Österreich

Fast 9.400 Neuinfektionen in Österreich

Gestern wurde mit fast 8.600 Neuinfektionen der bisherige, diesjährige Höchststand erreicht. Mehr neue Fälle gab es mit 9.586 das letzte Mal am 13. November des Vorjahres. Auch in den Spitälern müssen immer mehr Patienten betreut werden. Die Ampel-Kommission hat als Folge ganz Österreich wieder auf rot geschalten - heißt: Im gesamten Bundesgebiet herrscht sehr hohes Risiko. Bund und Länder treffen heute Abend zu einem Krisen-Gipfel zusammen (mehr dazu).

Von Donnerstag auf Freitag wurde der gestrige Höchstwert mit 9.388 registrierten Corona-Neuinfektionen erneut klar übertroffen. Dies liegt deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 6.599. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 518,98. 

Zudem gibt es 32 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion zu vermelden, damit hat die Pandemie bisher 11.451 Todesopfer in Österreich gefordert. Die Zahl der aktiven Fälle steigt auf 62.659.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 240.202 PCR-Tests durchgeführt, die Positivrate beträgt 3,91 Prozent.

In den Spitälern werden 1.831 Patienten behandelt, um fünf mehr als gestern. Auf den Intensivstationen liegen 356 Patienten. Diese Zahl stieg seit gestern um vier und ist innerhalb einer Woche um 76 Patienten angestiegen.

Sorgenkind Oberösterreich

Österreichweit entfielen mehr als ein Viertel aller neuen Fällen - 26,21 Prozent - auf Oberösterreich, wo 2.461 Infektionen registriert wurden. Mit einer aktuellen Sieben-Tages-Inzidenz von 801,9 Fällen je 100.000 Einwohner bildet Oberösterreich im Ländervergleich weiterhin den Corona-Hotspot. Salzburg hält bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 727,4 (950 Neuinfektionen), Niederösterreich bei 544,7 (1.841 Neuinfektionen) und Vorarlberg bei 487,9 (399 Neuinfektionen). Die geringste Sieben-Tages-Inzidenz weisen Wien und das Burgenland mit 320,8 (1.298 Neuinfektionen) bzw. 354,4 (219 Neuinfektionen) auf.

 

Impfungen   

Schleppend geht das Impfen voran. 15.540 Impfungen sind am Donnerstag durchgeführt worden. Insgesamt haben etwas mehr als 5,94 Millionen Menschen in Österreich eine Teilimpfung erhalten, das sind 66,5 Prozent der Bevölkerung. Rund 5,62 Millionen Menschen und somit 62,9 Prozent der Österreicher sind vollständig geimpft.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate (vollständig geimpft) im Burgenland mit 70,3 Prozent. In Niederösterreich sind 65,6 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 63,5 Prozent. Nach Wien (62,2), Vorarlberg (61,5), Tirol (61,1), Kärnten (59,4) und Salzburg (59,1) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 57,8 Prozent (Stand: 4. November).

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Aktuelle Zahlen aus den Bundesländern

  • Burgenland: 219
  • Kärnten: 494
  • Niederösterreich: 1.841
  • Oberösterreich: 2.461
  • Salzburg: 950
  • Steiermark: 1.113
  • Tirol: 613
  • Vorarlberg: 399
  • Wien: 1.298

Aktuelle Entwicklungen

  • In Ausnahmefällen: Dritter Stich schon nach vier Monaten möglich (mehr)
  • Steigende Corona-Zahlen: Heute beraten Bund und Länder (mehr)
  • AKH-Mediziner: "Alle meine Covid-Intensiv-Patienten ungeimpft" (mehr)
  • Experten schätzen Immunisierungsrate auf nur 61 Prozent (mehr)
  • Merck erhält Zulasssung für Anti-Covid-Pille in Großbritannien (mehr)
  • Corona-Impfung: Noch nie so viel Falschinformation (mehr)
  • Kickl: "Covid-19 ist behandelbar, wenn man das will" (mehr)
  • Oberösterreich: In 12 von 18 Bezirken Ausreisekontrollen (mehr)
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Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

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Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

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Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

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Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

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Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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