Chronik/Niederösterreich

US-Boy erweckt im Ostarrichi-Ort Gasthof zu neuem Leben

„Es ist ein wunderschöner Ort. Und es ist toll, hier mitten drinnen zu sein.“

Der US-Amerikaner Dan Kellum spricht vom geschichtsträchtigen Ostarrichi-Ort Neuhofen an der Ybbs und von seiner Anschaffung, dem dortigen Gasthaus zur Post. Die traditionsreiche Gastwirtschaft mit den großzügigen Schankräumen, einem der größten Veranstaltungssäle im Mostviertel und den fast drei Dutzend Gästezimmern wurde von der Familie Lugmayer vor der Corona-Pandemie zugesperrt. Kellum, der als früherer internationaler Volleyballprofi in Amstetten eine Familie gründete, will das Haus in kleinen Schritten wieder hochfahren.

Erster Ball

Dabei ist der erste Schritt am vergangenen Wochenende voll gelungen. Mit über 1.300 Gästen ging der Landjugendball höchst erfolgreich über die Bühne. Nach drei Jahren wurde das Gasthaus gleich mit einem Riesen-Event aus dem Dornröschenschlaf geholt. „Es war super. Mir wurde gesagt, dass noch nie so viele Gäste bei diesem Ball waren“, freut sich Kellum über den gelungenen Einstand.

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Am 28. Jänner steigt dann mit dem Musikerball das nächste gesellschaftliche Ereignis im „Project Neuhof Event Hotel Gasthof zur Post“. Unter diesem neuen Namen will Kellum sein Gastrozentrum künftig betreiben.

Personalsuche

Ziel des US-Wirts, der in der Immobilienbranche tätig ist und das erste Projekt in der Gastrobranche angeht, ist es, „bis März oder April“ mit dem Wirtshausbetrieb  zu starten. Auch er wird vom Hauptproblem der  Gastronomie nicht verschont. „Das Schwierigste ist, Personal zu finden“, schildert Kellum. Dennoch ist er zuversichtlich, einen Koch und ein Team zu finden, das seine Ideen eines  Mixes aus heimischen und amerikanischen Speisen verwirklichen will.

Kleines City Center

Abende, mit Burger- und Grillspezialitäten oder anderen kulinarischen Themen, aber auch besondere Musikevents sollen das „Project Neuhof“ bekannt machen. Natürlich wird das Haus auch für gesellschaftliche Ereignisse wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Begräbnisse offen sein. Kellum hat aber noch mehr vor: Aufgrund der Größe des Objekts plant er ein kleines City Center, mit zusätzlich einem Fitnessstudio, Büros und einem Friseur.