Österreichischer Designer verklagt Louis Vuitton

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Foto: Felix Vratny Dieses Einzelstück habe Louis Vuitton in einer Werbekampagne verwendet. 

Die Luxusmarke soll unautorisiert eine Maske von AND_i für eine Werbekampagne verwendet haben.

Der österreichische Designer und Goldschmied Andreas Eberharter stattete mit den extravaganten Schmuckstücken seines Labels AND_i bereits Stars wie Beyoncé, Lady Gaga oder Lindsey Lohan aus, jetzt zieht er gegen die französische Luxusmarke Louis Vuitton vor Gericht.

A. Eberharter.jpg Foto: Rainer Hosch Andreas Eberharter sorgt mit seinen Schmuckstücken International für Aufsehen. In seiner internationale Werbekampagne „l’invitation au voyage“ setzte das Unternehmen unter anderem eine goldene Maske von AND_i ein, allerdings ohne Einwilligung des Tiroler Urhebers. "Es ist sehr schade, dass meine Maske nun von vielen Menschen gesehen wird, jedoch nicht mit mir – sondern vielmehr mit Louis Vuitton in Verbindung gebracht wird. Ich bin weder als Künstler benannt worden noch habe ich eine Vergütung für die vielfache weltweite Benutzung meiner Maske erhalten", so Andreas Eberharter.

An sich ist es nichts Ungewöhnliches, das Eberharters Kreationen für Fotoshootings, Musikvideos oder Werbekampagnen verwendet werden. Regelmäßig pilgern dazu Stylisten in den AND_i-Showroom in Paris. Für die Verwendung bei Modestrecken in Magazinen bekommt Andreas Eberharter kein Geld, da sein Künstlername AND_i erwähnt wird und es für ihn Gratiswerbung ist. Anders sieht die Sache bei Werbekampagnen aus: "Dafür hätten sie zum Ersten meine Zustimmung gebraucht und mir außerdem eine Leihgebühr zahlen müssen", sagt der Designer.

Die von Vuitton verwendete Maske in Gold sei ein Einzelstück einer im Jahr 2012 von AND_i erstellten Kollektion von handmodellierten und in Alu gegossenen surrealistischen Einzelstücken. Nun werde in Deutschland Urheberrechtsklage eingereicht. Um wie viel Geld es geht, kann Eberharter noch nicht sagen, weil ihm nicht bekannt ist, wo und wie oft seine Maske verwendet wurde. Von Louis Vuitton gab es zunächst keine Stellungnahme.

(KURIER) Erstellt am
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