Weltfußballer: Lionel Messi in der Favoritenrolle

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Foto: APA/AFP/JOSEP LAGO/PIERRE-PHILIPPE MARCOU/ANDER GILLENEA Wer macht das Rennen? Messi, Ronaldo oder Neymar?

Der Argentinier könnte zum fünften Mal Weltfußballer werden. Ronaldo und Neymar sind nur Außenseiter

Barcelona-Star Lionel Messi steht vor seiner fünften Krönung zum Weltfußballer des Jahres. Der Argentinier gilt am Montagabend bei der FIFA-Gala im Kongresshaus Zürich als klarer Favorit für die prestigeträchtige Auszeichnung als bester Kicker 2015. Cristiano Ronaldo, Gewinner des Ballon d'Or 2013 und 2014, werden ebenso nur Außenseiterchancen eingeräumt wie Messis Klubkollegen Neymar.

Messi, der sich den Goldenen Ball 2009, 2010, 2011 und 2012 abholte, führte Barca im vergangenen Jahr zu Titelgewinnen in Meisterschaft, Cup, Champions League, europäischem Supercup und Klub-WM. Lediglich die Trophäe für den nationalen Supercup wurde verpasst. Sollte sich der 28-Jährige in der unter Teamchefs, Nationalteam-Kapitänen und ausgewählten Journalisten durchgeführten Wahl durchsetzen, würde er seinen Status als Rekordgewinner des Preises für den besten Fußballer der Welt weiter ausbauen.

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Nummer eins

Bisher hält Messi bei vier Triumphen. Sein Dauerrivale Ronaldo, dessen brasilianischer Namensvetter sowie Zinedine Zidane brachten es auf jeweils drei Auszeichnungen. Auch eine weitere Bestmarke könnte „La Pulga“ ausbauen - seit 2007 schien Messi, der nach 503 Pflichtspielen für Barca bei 430 Toren hält, in der FIFA-Wahl immer unter den Top-2 auf. Außerdem darf der Offensivspieler auf einen weiteren Preis hoffen, denn sein Treffer im Cup-Finale gegen Athletic Bilbao zählt zu den Anwärtern auf den „Puskas Award“ für das schönste Tor des Jahres.

Neben der Kür des Weltfußballers werden in Zürich weitere Ehrungen vorgenommen, etwa für die Weltfußballerin oder den besten Trainer des Jahres. In letzterer Kategorie dürfte - der nicht nach Zürich reisende - Barcelona-Coach Luis Enrique die besten Karten haben, die weiteren Nominierten sind Chiles Teamchef Jorge Sampaoli, der mit seiner Auswahl die Copa America holte, und Bayern-Betreuer Josep Guardiola.

Keine Bayern

Der Katalane wird allerdings nicht vom Trainingscamp der Münchner in Katar in die Schweiz reisen. Die elf für die Weltauswahl 2015 nominierten Bayern-Profis bleiben ebenfalls in Doha - darunter auch David Alaba, der sich Hoffnungen machen darf, erstmals in die von der internationalen Fußballer-Gewerkschaft (FIFPro) gewählte „World XI“ zu rutschen.

Als Folge der jüngsten FIFA-Skandale und der Entmachtung des ehemaligen Weltverbands-Präsidenten Joseph Blatter übergibt dessen interimistischer Nachfolger Issa Hayatou aus Kamerun den Goldenen Ball an den glücklichen Gewinner.

Die bisherigen Weltfußballer des Jahres der FIFA
1991:
Lothar Matthäus (GER)
1992: Marco van Basten (NED)
1993: Roberto Baggio (ITA)
1994: Romario (BRA)
1995: George Weah (LBR)
1996: Ronaldo (BRA)
1997: Ronaldo (BRA)
1998: Zinedine Zidane (FRA)
1999: Rivaldo (BRA)
2000: Zinedine Zidane (FRA)
2001: Luis Figo (POR)
2002: Ronaldo (BRA)
2003: Zinedine Zidane (FRA)
2004: Ronaldinho (BRA)
2005: Ronaldinho (BRA)
2006: Fabio Cannavaro (ITA)
2007: Kaka (BRA)
2008: Cristiano Ronaldo (POR)
2009: Lionel Messi (ARG)
2010: Lionel Messi (ARG)
2011: Lionel Messi (ARG)
2012: Lionel Messi (ARG)
2013: Cristiano Ronaldo (POR)
2014: Cristiano Ronaldo (POR)

(APA) Erstellt am
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