Transfersper­ren über Real und Atlético verhängt

Real Madrid's Cristiano Ronaldo is challenged by
Foto: REUTERS/SERGIO PEREZ Cristiano Ronaldo (re.) und Diego Godin bekommen in naher Zukunft keine neuen Teamkollegen.

Die beiden spanischen Spitzenklubs dürfen in den zwei kommenden Transferperioden nicht tätig werden.

Der Weltfußballverband FIFA hat nach dem FC Barcelona mit Real und Atlético zwei weitere spanische Großklubs mit Transferverboten belegt. Die Madrider Vereine dürfen nach einem FIFA-Urteil vom Donnerstag in den kommenden beiden Wechselperioden keine neuen Spieler verpflichten. Als Grund nannte die FIFA Verstöße im Zusammenhang mit internationalen Transfers von Spielern unter 18 Jahren.

Die Transfersperre gilt nicht für die aktuelle, bis Ende Jänner laufende Registrierungsperiode. Im kommenden Sommer sowie im darauffolgenden Jänner sind dann aber keine möglichen Zugänge bei Real und Atlético spielberechtigt. Im April 2014 war bereits Barcelona wegen des gleichen Vergehens von der FIFA bestraft worden. Die im Jahr 2015 geholten Profis Arda Turan und Aleix Vidal sind erst seit Jänner für die Katalanen spielberechtigt.

Außerdem muss Atlético 900.000 Schweizer Franken (823.723,23 Euro) zahlen, Real wurde mit einer Pönale von 360.000 Franken (329.489,29 Euro) belegt. Beide Klubs müssen laut FIFA-Mitteilung "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren". Real und Atlético haben noch die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch zu erheben. Ausgenommen vom Transferverbot sind Akteure, die derzeit verliehen sind. Erlaubt ist auch das Verlängern von Verträgen bzw. der Verkauf von Spielern.

Minderjährige Spieler wurden registriert

Real soll laut Angaben des Weltverbands von 2005 bis 2014 mehrere minderjährige Spieler registriert haben, bei Atlético war dies zwischen 2007 und 2014 der Fall. Aufgrund von Erkenntnissen des seit Oktober 2010 eingeführten Transferabgleichungssystems TMS hatte die FIFA-Disziplinarkommission ein Verfahren eingeleitet. "Die FIFA arbeitet hart, um die Rechte von Spielern unter 18 zu schützen - egal ob sie männlich oder weiblich, Amateure oder Profis sind", hieß es in einem Statement.

Barcelona erreichte 2014 mit dem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zumindest die Aufschiebung der Sperre. Die Katalanen verstärkten sich daraufhin im Sommer 2014 um viel Geld mit Luiz Suarez, Ivan Rakitic oder den Torhütern Marc-Andre ter Stegen und Claudio Bravo.

(apa / mod) Erstellt am
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