Blitz-Regierungsum­bil­dung: SPÖ wechselt drei Minister aus

NATIONALRAT: FAYMANN / HUNDSTORFER
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER Faymann macht Hundstorfer wohl zu seinem Hofburg-Kandidaten.

Kanzler nutzt Präsidentschaftswahlen für Rochade: Burgenländischer Polizeichef Doskozil wird Verteidigungsminister, Klug für Infrastruktur, Stöger für Sozial. Hundstorfer damit frei für Hofburg-Wahl.

Die Präsidentschaftskandidatur von Rudolf Hundstorfer ist noch gar nicht verkündet, schon wird die damit verbundene Rochade in der Regierung bekannt. Wie der KURIER erfahren hat, wird der burgenländische Landespolizeikommandant Hans Peter Doskozil Verteidigungsminister Gerald Klug ablösen. Dieser wandert ins Infrastrukturministerium. Von dort geht Alois Stöger ins Sozialministerium; das Ministerium, das bisher Rudolf Hundstorfer innehatte. Die Rochade ist noch nicht offiziell bestätigt, verkündet werden soll diese erst am Freitag.

Verteidigungsminister Klug, der sein Ressort räumen muss, fällt äußerst weich. Denn er bekommt das mit deutlich mehr Budget ausgestattete Infrastrukturministerium überantwortet, das nach dem Wechsel Stögers ins Sozialministerium frei wird.

"Sehr politiktauglich"

doskozil Foto: GEORG GESELLMANN/georg gesellmann Hans Peter Doskozil Der neue Verteidigungsminister, der 45-jährige Hans Peter Doskozil, war seit 2012 als Leiter der Landespolizeidirektion Burgenland tätig und wurde der Öffentlichkeit durch das Krisenmanagement im Rahmen der Flüchtlingstragödie von Parndorf bekannt. Nunmehr dürfte dem als ehrgeizig geltenden ehemaligen Büroleiter von Landeshauptmann Hans Niessl ein Karrieresprung gelingen. Niessl wollte die Gerüchte nicht kommentieren und verwies auf das Bundesparteipräsidium am Freitag. Gleichzeitig betonte er jedoch abermals, dass er Doskozil für "sehr politiktauglich" halte.

Hier geht es zu einem KURIER-Interview mit Hans Peter Doskozil von September, hier zu einem Porträt.

(KURIER / la) Erstellt am
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