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KURIER Romy 2014

Letztes Update am 17.01.2013, 06:00

Profi-Politiker würden anders handeln. Es ist viel vom Profi-Heer die Rede. Auch dafür würden wir Profi-Politiker brauchen. Und zwar ehrliche.

Die Politikverdrossenheit hat viele Väter und Mütter. Sie sitzen in Parlamenten und Regierungen – und aktuell auch auf der Anklagebank. Dort helfen sie unfreiwillig, aber effizient, den wachsenden Ärger über „die da oben“ zu reduzieren. Die Justiz musste ja von den Medien zu genauen Untersuchungen gedrängt werden, endlich agiert sie.

Die Salzburger Finanzakrobaten haben dem Ansehen der Politik geschadet, selbst wenn sich der Gewinn, der gestern gemeldet wurde, bestätigen sollte. Ein Bundesland darf nicht auf Schattenkonten mit Milliarden spielen. Wenn Finanzlandesrat David Brenner jetzt wirklich über einen Rücktritt vom Rücktritt nachdenken sollte, wäre er sehr schlecht beraten. Ein Geschäftsführer, der keine Ahnung von seiner Bilanz hat, gehört zur Nachschulung.


Politikern wird ja ohnehin misstraut, wenn sie etwas ankündigen. Wir Staatsbürger sind einfach zu oft belogen worden. Und werden gerade schon wieder hinters Licht geführt. Sogar Verteidigungsminister Darabos, wirklich kein Profi in Sachen Militär, muss wissen, dass er in elf Monaten keine Berufsarmee schaffen kann. Trotzdem hat er in der ORF-Pressestunde angekündigt, ab 1. 1. 2014 keine Rekruten mehr einzuberufen. Darabos lässt sich bis zum letzten Tag am Nasenring durch die Arena führen, von Boulevardzeitungen, die ihm lieb und dem Steuerzahler teuer sind.

Dafür verspricht uns die ÖVP die Super-Heeresreform, die sie entweder selbst noch nicht kennt oder den Wählern nicht zumuten möchte. Wo sind da die Profis?

Gute Politik hat auch etwas mit Können zu tun. Wer ein Ministerium leiten will, muss über Grundfähigkeiten von gutem Management verfügen. Aufrechter Gang und Ehrlichkeit wären auch willkommen.

(kurier) Erstellt am 17.01.2013, 06:00

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