Zootiere im Winter

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Foto: Daniel Zupanc Die Felsenpinguine leben ganzjährig im gekühlten "Polarium".

Wie man in Schönbrunn der Kälte trotzt, erfahren Familien am Sonntag

Wer glaubt, dass in der kalten Jahreszeit im Tiergarten Schönbrunn nichts los ist, irrt gewaltig. Morgen – am dritten Adventsonntag – haben Familien die Möglichkeit im Rahmen einer kostenlosen Kinderführung herauszufinden, wie die Zootiere die Wintermonate verbringen.

Besucht werden dabei zum Beispiel die Sibirischen Tiger, die sich in der Kälte so richtig wohlfühlen und Temperaturen bis minus 45 Grad Celsius gewohnt sind. „In ihrer Heimat liegt fast das ganze Jahr über Schnee und so haben sie eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht an Flanken und Bauch, die sie schön warm hält“, erläutert Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Auch die großen Pandas Yang Yang und Long Hui genießen die Jahreszeit sehr. Denn in ihrer eigentlichen Heimat, im Südwesten Chinas, herrschen oft raue Temperaturen. „Ihre Pfoten sind auf der Sohle mit Fell bedeckt. Das dient nicht nur als Kälte-Schutz, sondern verhindert auch ein Ausrutschen auf Schnee und Eis“, erklärt Schratter.

Natürlich darf bei einem solchen Rundgang auch ein Stopp bei den Pinguinen nicht fehlen. Die possierlichen Frackträger bevorzugen eisige Lebensverhältnisse und brauchen im Sommer ein klimatisiertes Gehege. Die Felsenpinguine etwa leben in einer, ganzjährig auf 10 Grad gekühlten, WG mit den Königspinguinen.

Nicht nur in Schönbrunn tappen die tierischen Bewohner vielerorts ins Freie. 
Bild: Zwei Breitmaulnashörner im Zoo von Schwerin Ein Eisbär beim Tauchen im Zoo Hannover Ein Löwe im Tiergarten von Belgrad Ein Braunbär versteckt sich imRanua-Zoo in Finnland Sibirischen Tigern inSkopje scheint die Kälte auch wenig anzuhaben. Rentiere im Tiergarten Schönbrunn Ein Schwan im Zoo von Sarajevo Ein junger Elefant beim Spielen im Zoo Berlin Auch Pandas wagen sich im Winter im Tiergarten Schönbrunn ins Freie. Ebenso wie die Tiger.

Wärmestrahler

Im Gegensatz dazu tummeln sich in Schönbrunn aber auch viele tropische Tiere, die „Väterchen Frost“ absolut nichts abgewinnen können. Dazu zählen neben exotischen Vogelarten, die im Regenwaldhaus herumflattern, auch die vier Orang-Utans, deren Heimat die südostasiatische Insel Borneo ist, wo es überhaupt keinen Winter gibt. Vladimir, Nonja, Sol und Mota bleiben daher derzeit lieber im warm geheizten Innengehege. Wärme auf Knopfdruck haben hingegen die Zebramangusten. Ein Terrassenstrahler sorgt in ihrer Anlage immer für ein wohlig warmes Plätzchen auch im Freien.

„Manche exotischen Tiere sind gerne draußen. Wichtig ist nur, dass sie ein gut geheiztes Innengehege zum Aufwärmen haben. Das ist wie bei unseren Besuchern, die sich im Winter auch gerne in den Tierhäusern wie im 28 Grad warmen Regenwaldhaus oder in den Gastrobetrieben aufwärmen“, betont Schratter.

Kinderführung: Am 16.12., 14.30h, Treffpunkt Infocenter Hietzing, Eintritt 15 €, Kinder 7 €, Bis 6 Jahre frei, Begleitperson notwendig!

(kurier) Erstellt am
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