Letztes Update am 15.01.2013, 19:28
Der Täter lieferte sich ein Gerangel mit der Chefin des Hauses.
Der war sicher angesoffen.“ Grete Friedrichkeit, 84, hat eine klare Meinung vom Räuber, der am Montag das Seniorenheim St. Elisabeth der Caritas in der Nusswaldgasse, Wien-Döbling, überfallen hat. Die Rollstuhlfahrerin bekam noch etwas von der Flucht des Täters mit. In ihrem Berufsleben jonglierte sie als Lektorin in einem Verlag mit schönen Worten. Solche will sie jetzt nicht in den Mund nehmen: „Vielleicht war der Mann einfach nur deppert.“
Gegen 16 Uhr spazierte ein unbekannter, zwischen 1,65 und 1,75 Meter großer Mann schnurstracks in den Verwaltungstrakt. „Überfall“ und „Tresor“ murmelte er, und fuchtelte mit einer silbernen Pistole herum. Susanne Csengel, die Chefin, öffnete das Schließfach. Der Unbekannte bediente sich. Dann zerrte er Csengel in den Nebenraum, wo die Situation eskalierte. „Ich war schon so verärgert. Er hätte das Geld einfach nehmen und gehen können“, erzählt die 47-Jährige.
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