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Zum 18. Mal verwandelt sich der Rathausplatz in eine Eislandschaft der Extraklasse. Hunderte Leute nutzten die Möglichkeit, am ersten Tag gratis eiszulaufen.
Zum 18. Mal verwandelt sich der Rathausplatz in eine Eislandschaft der Extraklasse. Hunderte Leute nutzten die Möglichkeit, am ersten Tag gratis eiszulaufen. - Foto: KURIER /gruber franz, Franz Gruber

Letztes Update am 27.01.2013, 08:00

Eistanz und Hüttengaudi. Der 18. Wiener Eistraum lockt mit 7000 Quadratmeter Eisfläche und Kulinarik

Das ist ein sehr schöner Ort zum Eislaufen und es macht hier viel Spaß“, sagt Asli Bayraktor. Sie und ihr kleiner Bruder Emir waren unter den zahlreichen ersten Besuchern des heurigen Wiener Eistraums am Rathausplatz. Bei Minusgraden und leichtem Schneefall wurde mit der Eistanzshow Oasis das Eis am Donnerstagabend für die Gäste freigegeben. Zum 18. Mal verwandelte sich der Rathausplatz in eine Eislandschaft der Extraklasse. Auf über 7000 m² Eisfläche und 750 Meter langem Traumpfad durch den Rathausgarten können sich Eislaufliebhaber austoben. Viel Platz, um Pirouetten zu drehen gab es am Donnerstag aber nicht. Hunderte Leute nutzten die Möglichkeit, am ersten Tag gratis eiszulaufen.

Auch Asli und Emir, die schon seit Jahren zum Eistraum kommen, drehen ihre Runden am Traumpfad. Die Geschwister haben bereits eigene Schlittschuhe. Wer zum ersten Mal eislaufen geht oder noch keine eigenen Schuhe hat, kann sie ausleihen. Der Verleih hat für die Besucher 1200 Paar Schlittschuhe bereitgestellt – mit Warmluft vorgewärmt.


Eisstockschießen

Während andere beim Eislaufen Spaß haben, toben sich Freundinnen Stephanie Scholz und Susanna Jahn beim Eisstockschießen aus. „Sonst gehen wir hier immer eislaufen, aber das macht auch viel Spaß“, sagen die Studentinnen. Sechs Eisstockbahnen stehen zur Verfügung.

Wer nach so viel körperlicher Betätigung Hunger bekommt, der kann bei insgesamt sieben verschiedenen Gastronomen vorbeischauen. Einer davon ist der Würstelstand Hannersberg. „Der Platz ist trotz Minustemperaturen voll“, freut sich der Leiter des Standes Philipp Stainer. „Am liebsten essen die Leute Käsekrainer-Hotdogs“, erzählt der 28-Jährige und schenkt für seine Kunden Uhudler-Glühwein aus.

Damit wärmen sich Peter Homola und seine Freundin Monika auf, bevor es auf die Eisfläche geht. „Ich war seit 22 Jahren nicht mehr eislaufen. Ich freue mich, heute wieder am Eis zu stehen“, sagt der Angestellte. Für Sicherheit bei den ersten Laufversuchen sorgt seine bessere Hälfte: „Meine Freundin wird mich stützen.“

Almhütte

Urigstes Ambiente und gehobene Gastronomie bietet heuer wieder die „Almhütte“. Hierher locken knusprige Stelzen, hausgemachter Topfenstrudel mit Vanillesoße, frisch gezapftes Bier und heißer Punsch. Die Hütte ist vor allem bei den Nicht-Eisläufern beliebt, erzählt der Betriebsleiter Alexander Bruhner. „Die Eisläufer kommen nach der Schließung der Eisbahn auf einen Absacker zu uns. Deswegen haben wir auch eine Stunde länger offen“, sagt Bruhner. Trotzdem hat er alle Hände voll zu tun, denn die Hütte platzt aus allen Nähten. Einer der Gäste ist Rudolf Sadilek. Er genießt die Apre-Ski-Stimmung gemeinsam mit seiner Frau bei einem Glas Bier: „Das Eislaufen überlassen wir lieber den Jungen.“

Die Mandelbrennerei von Jonny Barber aus der Nähe des deutschen Osnabrück sorgt mit Lebkuchenherzen für etwas mehr Romantik. „Unsere Mandeln kommen sehr gut an“, erzählt der 27-jährige Betreiber. „Auch die Herzen sind sehr beliebt, vor allem Prinz und Prinzessin“, sagt der Deutsche.

Die Eisfläche ist bis 10. März, täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet.

www.wienereistraum.com

(KURIER) Erstellt am 27.01.2013, 08:00

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