Anschlag in Pakistan: Anzahl der Toten auf 72 gestiegen

Der Anschlag geschah in einem Vergnügungspark
Foto: APA (AFP) Täter brachte 20 Kilogramm Sprengstoff zur Detonation.

Terrorakt am Ostersonntag: Lokale Medien berichten von 29 getöteten Kindern.

Nach dem blutigen Taliban-Anschlag auf einen Park voller Familien in Pakistan ist die Zahl der Todesopfer auf 72 gestiegen. Mehr als 230 Menschen wurden verletzt, als der Islamist bei einem Spielplatz seinen Sprengsatz inmitten feiernder Christen zündete, wie die Behörden mitteilten.

Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder, weil sich der Attentäter in der Nähe eines Spielplatzes in die Luft gesprengt hatte. Lokale Medien sprachen von bis zu 29 toten Kindern. Der Täter brachte nach offiziellen Angaben etwa 20 Kilogramm Sprengstoff zur Detonation. Seine Sprengstoffweste sowie ein Rucksack hätten auch Schrauben enthalten, die den verheerenden Effekt der Explosion noch vergrößerten.

Viele Christen unter Opfern vermutet

Der Park war an einem der ersten warmen Abende des Jahres besonders gut besucht. Auch viele christliche Familien waren dort, um Ostern zu feiern. Wie viele Mitglieder der christlichen Gemeinde unter den Opfern waren, blieb zunächst unklar.  Der Täter konnte mittlerweile als ein 28-jähriger Mann aus Süd-Punjab identifiziert werden. Nach Medienberichten war er Lehrer an einer Religionsschule. Rekrutiert hatte ihn die pakistanische Taliban-Gruppe Jamaat ul-Ahrar.

Es war einer der schwersten Anschläge in Pakistan seit langem. Augenzeugen erzählten laut Medienberichten, blutende und verstümmelte Opfer seien teils mit Rikschas und Taxis in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Dort wurden Notfallmaßnahmen ergriffen. Laut dem Einsatzleiter wurden Armeeärzte zur Hilfe gerufen. Im Fernsehen wurde um Blutspenden gebeten.

(APA / la) Erstellt am
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